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Neue Zahlen zur Mobilität ÖV leidet massiv unter den Folgen der Pandemie

Trotz Ferienbeginn verzeichnet die SBB weiterhin weit weniger Passagiere als noch vor der Pandemie.

In den kommenden Tagen und Wochen werden viele Familien mit Sack und Pack in den Urlaub fahren. Das dürfte für volle Züge sorgen. Doch auch diese Ferienreisenden können nicht darüber hinwegtäuschen, dass bisher viele Sitzplätze leer geblieben sind.

 Gemäss den Zahlen der SBB liegt die aktuelle Auslastung im Fernverkehr, also zwischen den grossen Zentren, bei 60 Prozent. Dies im Vergleich zu 2019. Wegen der Pandemie gilt 2020 als Ausnahmejahr und wird nicht berücksichtigt.

Wir sind noch lange nicht beim Normalzustand.
Autor: Ueli Stückelberger Direktor Verband öffentlicher Verkehr

Ueli Stückelberger, Direktor des Interessenverbands des öffentlichen Verkehrs (VöV), bringt die schlechte Bilanz auf den Punkt: «Wir sind noch lange nicht beim Normalzustand. Es fehlen Kundinnen und Kunden.» Dabei seien es vor allem die Pendlerinnen und Pendler, die fehlten.

Gute Auslastung im Freizeitverkehr

Dennoch stimme ihn die derzeitige Tendenz positiv, erklärt Stückelberger. Derzeit würden die Zahlen vor allem im Freizeitverkehr steigen. Da sei die Auslastung bereits sehr gut. Doch auch die Pendlerinnen und Pendler kämen sukzessive zurück.

Kay Axhausen, Professor für Verkehrsplanung an der ETH Zürich, sieht die neusten Zahlen dagegen als «sehr enttäuschend für die SBB und die anderen Eisenbahnen.» Weil sich die Nachfrage noch nicht wieder zum Niveau von 2019 zurückentwickelt habe, könne die Bahn insgesamt nicht zufrieden sein.

 Wichtige Einnahmen fehlen

 Die tiefe Auslastung habe auch finanzielle Folgen, sagt der Verkehrsprofessor. So fange nun an zu wirken, dass
bestimmte Personen ihre GAs nicht erneuern würden. Damit fehlten gerade im Fernverkehr wichtige Einnahmen.

Die Verkehrsbetriebe sind auf die Hilfe der öffentlichen Hand angewiesen.
Autor: Ueli Stückelberger

Laut Stückelberger seien die Verkehrsbetriebe nicht in der Lage, die finanziellen Löcher allein zu stopfen: «Da ist man auf Hilfe der öffentlichen Hand, namentlich von Bund und Kantonen angewiesen.» Doch zum Glück für die Bahnbetriebe hat das Parlament den Bundesrat erst gerade im Juni beauftragt, mehr Geld zu sprechen. In der Not erhält der ÖV also erneut Hilfe vom Staat.

HeuteMorgen, 09.07.2021, 06:00 Uhr

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51 Kommentare

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  • Kommentar von David Scherer  (crashwinston)
    "So fange nun an zu wirken, dass
    bestimmte Personen ihre GAs nicht erneuern würden."

    Kein Wunder! Ich und alle meine Freunde haben das Studenten GA auch nicht verlängert, weil die SBB es ABGESCHAFFT hat!

    Da war für ein Mal nicht Covid schuld, sondern die SBB selbst. Jetzt nicht jammern!!!
  • Kommentar von Remo Tschanz  (remotschanz)
    Was sind die Erwartungen, wenn die TaskForce monatelang sagt, es gibt immer noch zu viel Mobilität?
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Verwöhnte Schweizer Bevölkerung - Haltung gewisser Leute betreffend die weiterhin logische Maskenpflicht aus Mitverantwortung gegenüber andern Menschen!?
    Vorbilder der Jungen.....
    1. Antwort von Peter Hahnau  (Peter Hahnau)
      Sehen Sie es so: Maskenfreunde nehmen ihre Mitverantwortung gegenüber anderen Menschen in der Art wahr, dass sie Masken tragen. Und Maskengegner nehmen ihre Mitverantwortung gegenüber anderen Menschen in der Art wahr, dass sie auf den Besuch möglichst vieler Orte mit Maskenpflicht verzichten. Was ist denn daran ein schlechtes Vorbild?
    2. Antwort von Denise Clavadetscher  (Hathor)
      Richtig Fraiu Casagrande. SBB sollen endlich ihre Zugbegleiter zum impfen schicken. Dann braucht es keine Maskenpflicht mehr und wir können das Reisen wieder geniessen. Das sprüht Geld in die Kassen der ÖV Unternehmen.
    3. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      Vielleicht sind nicht alle Ihrer Meinung Frau Casagrande. Ich gebe Ihnen aber teilweise Recht; der ÖV ist für mich der absolut einzige Ort, wo die Maskenpflicht tatsächlich wenigstens teilweise einen Sinn macht. Nämlich in überfüllten Wagen mit Luftabsaugung oben. Dies ist die einzige Situation, in welcher Strömungsmessungen sinnvolle, gute Ergebnisse ergeben.