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Schweiz Neuenburger Klinik entlässt 22 Streikende

Die Klinik La Providence will 22 Streikenden kündigen – und zwar fristlos. Sie protestierten gegen den Verkauf des Spitals und weigerten sich zu arbeiten. Laut der Gewerkschaft handelt die Klinik widerrechtlich.

Legende: Video Entlassungen wegen Streik abspielen. Laufzeit 02:01 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.02.2013.

Sie wollten die Direktion des Spitals zum Gespräch bewegen, nun scheinen sie ihren Job verloren zu haben. 22 Angestellte der Klinik La Providence sind laut der Leitung zu weit gegangen. Man könne nicht endlos einen Streik tolerieren, so die Direktion.

Aus Sicht der Klinik ist die Arbeitsniederlegung illegal, aus Sicht der Gewerkschaft Syna sind hingegen die Kündigungen widerrechtlich. Die Gewerkschaft will Einsprachen erheben. Sie will jedem Entlassenen mindestens ein Jahressalär erkämpfen.

Gegen schlechtere Verträge

Die Streikenden hatten gegen den Verkauf der Klinik an die Privatspitalgruppe Genolier protestiert. Mit dem neuen Besitzer müssten die Angestellten schlechtere Arbeitsbedingungen akzeptieren.

Der Präsident der Stiftung des Spitals las vor den Medien lediglich eine Mitteilung vor und beantwortete keine Fragen.

Die Stiftung verhandelt derzeit mit der Privatspitalgruppe eine Übernahme. Für die Direktion der Klinik stellt der Verkauf die einzige Möglichkeit dar, die Arbeitsplätze und das medizinische Angebot zu erhalten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Na so kann die Klinik doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: sie wird "unangenehme" Mitarbeiter los und kann dann (das wollte die GL ja schon lange) weniger und tiefer entlöhnte Ausländer einstellen. Tja, liebe Schweizer Bürger: wieder mal sind wir die Dorfdeppen: wir haben keinen Streikschutz/recht, wir haben einen mieses Patienten und Konsumschutz, ja, wir sind die Trottel von nebenan. Eine willkommene Melkkuh die niemals aufbegehrt und immer brav mi dem Kopf nickt. Wehrt euch...
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    1. Antwort von M. Tisserand, Schweiz
      Es sollte überhaupt nicht möglich sein, Ausländer einzustellen, solange es arbeitslose Schweizer gibt. Ich kenne persönlich auch den Fall, dass eine öffentliche Institution, ohne Ausschreibung der Stelle, gleich eine Ausländerin angestellt hat, da diese durch die Arbeitslosenkasse bezahlt wird. Das lohnt sich natürlich für den Arbeitgeber, aber willige Schweizer werden so total übergangen, sie erfahren nicht mal, dass es diese Stelle gab...
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