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Der Städtetourismus boomt auch in der Schweiz
Aus Schweiz aktuell vom 08.11.2019.
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Neuer Tourismus-Trend Immer mehr Schweizer machen Ferien in der Stadt

Ferienreisen werden kürzer und häufiger. Gut für die Städte, denn sie verzeichnen immer mehr Buchungen – auch von Inländern. Gerade die Schweizer Tourismus-Hauptstadt Zürich profitiert von diesem Trend.

Die Städte laufen den Bergregionen in der Schweiz den Rang ab. Dies zeigt die jüngste Tourismus-Studie der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH. Während Logiernächte in Berggebieten auf hohem Niveau stagnieren, erleben die Städte einen regelrechten Boom. Die Zahlen der Studie lassen aufhorchen: Zwischen 2006 und 2018 ist die Zahl der Übernachtungen in Städten um 35 Prozent gestiegen.

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Beim Kurztrip sind auch Schweizer Städte sehr gefragt
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Verblüffend: Immer mehr Übernachtungen in den Städten gehen auf das Konto von Schweizerinnen und Schweizern. Den Grund hierfür sieht Florian Hälg von der Konjunkturforschungsstelle KOF in einer allgemeinen Verhaltensänderung: «Es gibt einen Trend zu immer kürzeren, dafür häufigeren Ferienreisen.» Davon würden vor allem die Städte profitieren, weil diese verkehrstechnisch besser erreichbar seien.

Überdies habe das Hotelangebot in den Städten stetig zugenommen. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Dies zeigt das Beispiel Zürich: Bis 2022 sollen im Raum Zürich 18 neue Hotels mit 2400 Zimmern entstehen.

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Am Wochenende sind lokale Kultur- und Freizeitangebot im Fokus der Hotelgäste
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Solange das Angebot der Nachfrage entspreche, sei diese Entwicklung kein Problem, sagt Sven Lehmann. Der Direktor des Hotels Aja in Zürich Altstetten freut sich über die zunehmende Zahl Schweizer Gäste: «27 Prozent unserer Gäste kommen aus der Schweiz. Unter der Woche handelt es sich um Geschäftsreisende. Am Wochenende sprechen wir vom klassischen City-Tourist.» Letzterer interessiere sich vor allem für das lokale Kultur- und Freizeitangebot.

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Street Parade und klassische Konzerte sind sehr gefragt
Aus News-Clip vom 08.11.2019.
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Diese Erfahrung macht auch Jörg Arnold, Direktor des Hotels Storchen in Zürich: «Die Gäste informieren sich an der Reception über das Nachtleben, Museen, Theater- und Opernaufführungen. Das Angebot ist riesig. Der Gast will in der kurzen Aufenthaltszeit möglichst wenig davon verpassen.» Am beliebtesten scheint der Zoo mit jährlich über einer Million Besucher. Die Street Parade lockt jeweils rund 900'000 Tanzbegeisterte an. Das Opernhaus verzeichnet 240'000 Besucher pro Jahr.

Obwohl die Hotels im städtischen Raum vom Trend zu Kurzferien profitieren – es gibt auch Nachteile. Jörg Arnold weiss aus Erfahrung: «Touristen buchen ihre Ferien heute kurzfristiger als früher. Ausserdem beträgt die durchschnittliche Buchungsdauer lediglich zwei Nächte.» Dies stelle die Hotelbranche vor neue Herausforderungen. Sie müsse sich an das neue Reiseverhalten gewöhnen. Trotzdem: Die Touristen kommen in die Stadt. Und dies immer öfter.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Steven Hill  (LevelsHint)
    Findi cool das au lüüt vom land uf züri chömed go ferie mache =D suscht hätmer ja amigs fasch s gfühl mir segged chli unbeliebt xD
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  • Kommentar von Christian Baumann  (Christian Baumann)
    Ist das jetzt die "Lissabonisierung" von Zürich? AirBnB, hometogo, FeWodirekt & Co sei Dank.

    Es hat aber schon noch Einheimische im Kreis 4 & 5, oder? Zum Glück wohne ich auf dem Land.
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    1. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Glaube ich nicht. Die Leute kommen nicht deshalb, weil es AirBnB gibt, schliesslich steigen ja auch die Übernachtungen in Hotels.
      Es hat extrem wenige Touristen in Zürich, im Vergleich zur Grösse. Nur an einigen Stellen in der Altstadt oder am See sieht man Touristen. Diese "isierung"-Wörter sind meist Übertreibungen, Zürich ist nicht wie Lissabon (hat auch weniger zu bieten). Ist so ähnlich wie Manhattisierung, dass immer geschrieben wird, wenn man irgendwo ein kleines Hochhaus baut.
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Da kommt mir doch ein Zürilied aus den frühen Jahrzehnten, sowas wie eine Zürihymne, in den Sinn:
    "Züri isch ä tolli Stadt, wämä obedure fahrt.
    Züri isch e tolli Stadt. Züri isch halt eifach glatt -
    eiiifaaach glatt."
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