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Mit einem Selfie-Film seine Identität beweisen
Aus Espresso vom 18.01.2019.
abspielen. Laufzeit 06:29 Minuten.
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Neues Handy-Abo Mit einem Selfie-Film seine Identität beweisen

Mit einem kurzen Handyfilm von sich selber kann man sich bei Sunrise und Yallo für ein Abo den Gang in den Laden sparen.

Seit März 2018 ist das neue Büpf in Kraft, das «Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs». Dieses schreibt vor, dass Telekomanbieter von Abonnementen und Prepaid-Kunden eine digitale Ausweiskopie aufbewahren müssen. Das Gesetz lässt es zu, dass die Überprüfung, ob Kunde und Ausweis übereinstimmen, auch online erfolgen kann, also ohne dass der Abo-Nehmer in der Filiale erscheinen muss. Dafür genügt laut dem Dienst ÜPF (Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr) ein Foto jedoch nicht, da dieses einfacher gefälscht werden kann.

Video zum Abgleich mit dem Ausweis

Sunrise und die Tochterfirma Yallo bieten seit 2018 eine App an, in der der Bestellprozess komplett online abgeschlossen werden kann. Dazu muss zunächst ein Foto des Ausweises hochgeladen werden. Später wird vom Kunden verlangt, ein kurzes Video von sich aufzunehmen und dann Sunrise oder Yallo zum Abgleich mit dem Ausweis zur Verfügung zu stellen.

Statt eines Videos kann man auch zur Post oder in die Filiale

Eine Kundin, die bei Yallo ein Abo abschliessen wollte, hat sich beim SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» gemeldet. Sie hat grundsätzliche Bedenken bezüglich des Datenschutzes und will deshalb dem Anbieter kein Video von sich selber schicken. Ein Kundendienstmitarbeiter von Yallo sagte ihr, sie könne sich alternativ auch in einer Postfiliale oder einer Sunrise/Yallo-Filiale identifizieren lassen.

Identifikation wurde nicht registriert

Die Identifikation bei einer Postfiliale hat zwar geklappt, wurde aber beim Anbieter falsch eingetragen. So erhielt die Kundin weiterhin Aufforderungen, ein Video von sich einzusenden, um den Prozess abzuschliessen. Mehrere Mails und Anrufe bei Yallo seitens der Kundin fruchteten nicht. Laut einem Yallo-Sprecher bedaure man diesen Fehler und biete der Kundin an, vom Vertrag zurückzutreten.

Der Sprecher von Sunrise und Yallo betont, Bedenken bezüglich Datenschutz seien unnötig. Die Videos, die Sunrise und Yallo von Kunden zur Verfügung gestellt werden, würden unmittelbar nach dem Abgleich mit dem digital gespeicherten Ausweis gelöscht und nicht weiterverwendet.

Bei anderen Anbietern übernimmt der Pöstler

Die Anbieter Swisscom und Salt erklären auf Anfrage von «Espresso», sie würden prüfen, ob sie ein ähnliches System einführen könnten. Ein Abo abzuschliessen, ohne eine Filiale zu betreten, ist jedoch auch bei den meisten anderen Anbietern möglich. Nach der Online-Bestellung übernimmt hier die Identifikation der Pöstler, der die SIM-Karte liefert. Er macht zudem eine Kopie des Ausweises und schickt diese dem Anbieter.

Banken setzen zur Identifikation auf Video-Chat

Bei Banken ist eine solche Online-Identifikation mittlerweile gang und gäbe. Seit der grundsätzlichen Erlaubnis der Schweizer Bankenaufsicht Finma 2016 bieten diverse Banken eine Online-Kontoeröffnung an. Dabei muss jedoch kein Video eingeschickt werden. Der Abgleich mit dem Ausweis wird in einem Live-Video-Chat vorgenommen.

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