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Philipp Hildebrand soll an die Spitze der OECD
Aus Tagesschau vom 28.10.2020.
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OECD-Spitzenposten Philipp Hildebrand soll OECD-Generalsekretär werden

  • Philipp Hildebrand soll OECD-Generalsekretär werden.
  • Der Bundesrat portiert den ehemaligen Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) als Kandidaten für den Spitzenposten in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

«Dank seiner langjährigen Erfahrung in Spitzenpositionen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor in der Schweiz, aber auch auf internationaler Ebene ist Philipp Hildebrand der ideale Kandidat», teilt der Bundesrat am Mittwoch mit.

Der Bundesrat verpflichtet sich, diese Schweizer Kandidatur im Nominierungsverfahren, das noch bis Ende Februar 2021 läuft, aktiv zu unterstützen.

Der amtierende Generalsekretär der OECD, Angel Gurría, gab im Juli bekannt, dass er nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht. Der 70-jährige Mexikaner führt die Organisation seit 2006.

Hildebrand war von 2010 bis 2012 Präsident der SNB. Er trat im Zuge der sogenannten Hildebrand-Affäre zurück. Ihm wurde Insiderhandel mit Devisen vorgeworfen, nachdem Bankunterlagen publik wurden. Ein Mitarbeiter der Bank Sarasin stahl die Unterlagen und liess sie Rechtsanwalt und SVP-Politiker Hermann Lei zukommen. Lei gab die Unterlagen wiederum dem damaligen SVP-Nationalrat Christoph Blocher.

Die Affäre zog weite Kreise. Die Staatsanwaltschaft verzichtete schliesslich auf ein Verfahren gegen Hildebrand, weil die umstrittenen Dollar-Transaktionen nicht gegen den Strafbestand des Insiderhandels verstiessen.

Schweiz seit 1961 Mitglied der OECD

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Die OECD ist eine internationale Organisation mit 37 Mitgliedstaaten. Ihr Ziel ist die Koordination der Wirtschafts-, Handels- und Entwicklungspolitik ihrer Mitgliedstaaten. Die OECD berät etwa Regierungen und erstellt wirtschaftliche Leitlinien und Statistiken. Die Organisation wurde 1961 gegründet und hat ihren Sitz in Paris. Die Schweiz gehört zu den zwanzig Mitgliedstaaten, die von Beginn an die Gründung der Organisation vorantrieben.

Die Vorgängerorganisation der OECD, die Organisation für Europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEF), koordinierte nach dem Zweiten Weltkrieg das europäische Wiederaufbauprogramm nach dem Marshall-Plan.

Heute ist Hildebrand Vizechef des weltgrössten Vermögensverwalter Blackrock. «Blackrock schätzt und unterstützt Philipp Hildebrands Einsatz für die Schweiz und seine Bereitschaft, seinem Heimatland als Kandidat für das Amt des Generalsekretärs der OECD zur Verfügung zu stehen», teilte Tristan Hahn, Kommunikationsverantwortlicher von Blackrock Schweiz, mit.

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Aus dem Archiv: Philipp Hildebrand über den Schweizer Finanzplatz
Aus News-Clip vom 24.01.2020.
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SRF 4 News, 28.10.2020, 15 Uhr;

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Denke, dass Philipp Hildebrand ein guter OECD-Generalsekretär werden wird falls man ihn wählt. Für die Nationalbank hat er seiner Zeit gute Dienste geleistet. Nach der sogenannten Hildebrand-Affäre trat er zurück. Doch er hat sich zurückgekämpft. International ist er bestens vernetzt, und er ist ehrgeizig – Eigenschaften, die in der Schweiz nicht immer geschätzt werden, für ein internationales Amt aber unabdingbar sind. Ein Schweizer Kandidat der, sich als OECD Generalsekretärs bewirbt.
  • Kommentar von Renate Bühler  (renni53)
    Ich finde das Unerhört. Der kleine Bürger kann sein Leben lang keine gute Anstellung mehr finden, wenn er etwas unrechtes am Arbeitsplatz angestellt hat, aber die oberen Etagen, die können sich alles erlauben und werden dafür sogar noch belohnt!!
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Nun ja, Hildebrand hat gemäss mehreren Untersuchungen an seinem Arbeitsplatz nichts unrechtes getan. Ihr Vergleich hinkt also ein bisschen.
  • Kommentar von Paul Borer  (Paulus)
    Ich frage mich, was ist mit unserem Bundesrat los. Wissen die noch was sie tun?
    1. Antwort von Thomas Huber  (Einfach Hu...)
      ...wahrscheinlich hat unser BR gehofft, diese Empfehlung/Entscheidung würde heute im Corona-Lärm untergehen.
      Pech gehabt.
      DANKE SRF!