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Seilbahn-Scanner streiken bei Streckenbilletten
Aus Espresso vom 14.10.2019.
abspielen. Laufzeit 05:00 Minuten.
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Öffentlicher Verkehr Bergbahnen: Mit einem Streckenbillett ist am Drehkreuz Sackgasse

Wer mit einem Streckenbillett in die Berge reist, muss an der Talstation nochmals anstehen. Die Branche sucht Lösungen.

Mit der Bahn von Winterthur nach Engelberg, dann weiter auf den Jochpass im Titlisgebiet. Ein Ehepaar aus Winterthur löste dafür zuhause die Tickets, ging an der Talstation der Titlisbahn entspannt an den langen Schlangen vor den Kassen vorbei zum Drehkreuz. «Wir hatten ja die Tickets schon», erzählt der Ausflügler dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Beim Drehkreuz war aber erst mal Sackgasse, denn der Scanner konnte ihr Retourbillet nicht lesen. Es hiess: Nochmals anstehen – «eine halbe Stunde lang». Der Kunde fragt sich, warum die Bergbahn nicht in der Lage ist, einen nahtlosen Einstieg zu ermöglichen.

Die Branche kennt das Problem

Eine Nachfrage zeigt: Das ist kein Problem der Titlisbahnen, sondern ein allgemeines: Die Zutrittssysteme der Bergbahnen können immer noch keine Streckenbillete lesen. Mit dem Generalabonnement auf dem Swisspass klappt es hingegen unterdessen bei manchen Bahnen.

Die Branche ist sich des Problems bewusst. Die Seilbahnbetreiber sind der Ansicht, die SBB als grösster Player müsse hier eine Lösung finden. «Wir haben die SBB schon mehrfach darauf hingewiesen», heisst es bei den Titlisbahnen und beim Schweizer Seilbahnverband auf Anfrage von «Espresso». Man werde nun nochmals nachhaken.

Die SBB will sich inhaltlich nicht zum Thema äussern, sondern verweist auf die Tariforganisation «ch-direct»: Diese koordiniere die Suche nach Lösungen. Thomas Ammann, Mediensprecher von «ch-direct» bestätigt, man sei an der Sache dran: «Es ist aber eine sehr komplexe Angelegenheit und wir können noch nicht sagen, wann eine Lösung vorliegt.» Komplex unter anderem deshalb, weil jede Bergbahn wieder eine etwas anders gelagerte Lösung brauche.

Und es seien alle Player der Branche gefragt, so Ammann, die SBB sei wohl einer der wichtigsten, aber auch die Bergbahnen und die Anbieter der Zutrittssysteme stünden in der Verantwortung.

Drehkreuz-Anbieter sagen: Technisch lösbar

Die beiden grössten Anbieter in diesem Bereich sind Skidata und Axess. Beide sagen auf Anfrage, man biete Hand, um Lösungen zu finden. Beide sind überzeugt, dass man das Problem technisch lösen kann, sowohl durch eine Weiterentwicklung des Swisspass als auch durch eine Anpassung der Eintrittsprüfung, damit die Scanner auch die QR-Codes von SBB-Billetten lesen können.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Den Ärger kann ich gut verstehen und das Grinsen in der Warteschlange auch. Fakt ist aber, dass sich die öV Branche schon sehr dreist verhält. Irgendwie hängt die SBB auch immer mit drin: deshalb weg mit Meyer und Co. Sie sind Teile der Probleme und nicht der Lösung! Zudem muss auf der Konsumentenschutz massiv ausgebaut und verbessert werden - namentlich muss es für solche Schlampereien auch Anspruch auf Schadensersatz geben.
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    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Was haben Meyer & Co mit Ihren Problemen zu tun? Da ist doch die IT Abteilung gefordert und nicht der Chef. Der hat andere Aufgaben. - Wir sind halt schon etwas Digital-gläubig gemacht worden durch den Handy-Hype. Und sind erstaunt, wenn dann mal was nicht funktioniert. Abgesehen davon teile ich Ihren Unmut.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Es gibt Rundreise Bilette bei den meisten Bergbahnen und "sich informieren ist die Halbe Miete"!
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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    High Noon in Seldwyla: Stellte man an Tagen mit so viel Andrang einen Menschen ans Drehkreuz, der Tickets auch in Buchstaben LESEN könnte, wäre das Problem gelöst. Aber ebe.... Scheint, als ob die Leute selber nur noch binär denken können...
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