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Pöstler liefert aufgerissenes, leeres Paket ab
Aus Espresso vom 08.03.2021.
abspielen. Laufzeit 03:52 Minuten.
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Paketinhalt verloren Wenn der Pöstler nur eine leere Schachtel liefert

Statt der bestellten Hanteln liefert der Pöstler ein leeres Paket. Der Kunde muss das Problem selber lösen.

Mit Homeoffice und Shutdown nimmt die körperliche Bewegung automatisch ab. Dem wollten ein Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» und seine Frau entgegenwirken. Sie bestellten sich im Internet Hanteln und Thera-Bänder, die nur wenige Tage später hätten geliefert werden sollen. Die Vorfreude war gross.

Als der Päckli-Pöstler an der Tür klingelte, folgte die grosse Ernüchterung: Statt der Hanteln und Gymnastik-Bänder, hielt der Pöstler eine leere, offensichtlich aufgerissene Kartonschachtel in den Händen. Der Pöstler entschuldigte sich zwar, sagte aber sogleich, der Kunde müsse sich selbst um den Schaden kümmern und sich auf der Poststelle melden.

aufgerissenes Packet, innen leer
Legende: So kam das Päckli an - von den Hanteln keine Spur. SRF

Spurensuche statt Hantel-Training

Das war während dem Shutdown im Februar. Der «Espresso»-Hörer beschloss deshalb, sich telefonisch mit der Poststelle in Verbindung zu setzen. Fehlanzeige. Er müsse sich persönlich am Schalter melden. Gesagt, getan. Vor Ort wurde immerhin schnell klar: Das Hantel-Paket war schon im Verteilzentrum nur einige hundert Gramm leicht, der Inhalt fehlte also schon dort.

Zum Glück habe seine Frau die Schachtel behalten und nicht dem Pöstler mitgegeben, sagt der Hörer. «Sonst wären wir mit leeren Händen dagestanden», so der Hörer. Dank der Sendungsnummer auf der Schachtel konnte die Post schnell nachvollziehen, worum es ging. Und doch war der Poststellen-Besuch ernüchternd: Der «Espresso»-Hörer wurde nämlich mit der Information, er müsse sich direkt mit dem Händler in Verbindung setzen, nach Hause geschickt.

Immerhin ging es dann schnell: Der Hörer meldete sich beim Internethändler, erklärte, was geschehen ist, und erhielt rasch die Bestätigung, man werde ihm die Lieferung erneut zusenden. Happy End nach einer doch recht umständlichen Spurensuche. Und das ist es schliesslich auch, was den «Espresso»-Hörer nervt: Der Fehler ist offenbar der Post unterlaufen. die ganzen Umtriebe jedoch, blieben am Kunden hängen.

Post spricht von Spezialfall

Hier sei nicht alles rund gelaufen, sagt Post-Sprecher Oliver Flüeler. Es sei schon so, dass der Pöstler das Paket ausliefern müsse – egal, in welchem Zustand. Schliesslich kenne der Pöstler den eigentlichen Inhalt des Pakets nicht, beziehungsweise, er dürfe nicht hineinschauen, was noch drin ist. Deshalb sei es wichtig, dass der Kunde die Lieferung erhalte. Der Hinweis, der Kunde solle sich in einem solchen Fall bei der Poststelle melden, sei daher richtig gewesen.

Normalerweise gehe die Post dem Fall dann nach, sie mache Abklärungen, um herauszufinden, wo der Fehler passiert sei. Im Fall des «Espresso»-Hörers gebe es allerdings ein spezielles Abkommen mit dem Händler, der solche Schäden selbst regeln möchte. Solche Abkommen gebe es nur mit einigen Kunden, sagt Flüeler – und das habe man beim Kundendienst offenbar nicht realisiert. Eigentlich hätte der Hörer diese Auskunft bereits am Telefon erhalten sollen.

Tipps der Post

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  • Schachtel behalten: Wenn eine Sendung nicht komplett ist oder beschädigt ist: Nie die Kartonschachtel wegwerfen. Die Post braucht diese für Abklärungen.
  • Händler kontaktieren: Um Leerläufe wie im Fall unseres Hörers zu vermeiden, kann man in einem ersten Schritt den Online-Händler kontaktieren. So stellt sich schnell heraus, ob er die Sache regelt. Macht er das nicht, kann man immer noch zur Post gehen.
  • Wertvolle Sendungen versichern: Ein gewöhnliches Paket ist bei der Post bis zu einem Wert von 500 Franken versichert. Ist der Wert höher, sollte man sich vorher erkundigen und allenfalls eine andere Option prüfen (Einschreiben/Versicherung).

Espresso, 05.03.2021, 08:13 Uhr

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Christof Liechti  (Stoeffu)
    In aller Regel fährt man am besten, wenn man sich direckt beim Händler meldet. Die meisten grösseren Online-Shops ersetzen die Ware ohne grosses Tamtam. Sollte doch einmal eine Nachforschung notwendig sein, haben die Online-Shops direckte Ansprechpartner bei der Post. Dies ist wesentlich Erfolgsversprechender als der Weg über die Hotline oder den Schalter.
  • Kommentar von Gerbrand Ronsmans  (GRo)
    Aus Erfahrung kann ich sagen das die Abklärungen von der Post auch nach Paket Herkunft aufgeteilt werden. So muss bei eine Sendung aus dem Ausland der Absender eine nachforschung beauftragen. Auch dann wenn im Post Tracking nachweisbar ist dass den Letzte Ort das Verteilzentrum CH war. Die Post halte sich immer weniger ein deine Paketempfang dauerhaft steuern. Wenn ein Paket nicht zustellbar ist wird auf die Postfiliale bereitgelegt zur abholung und nicht irgendwo hingeschmissen, Liebe Post!
  • Kommentar von Mathias Rufer  (Mru34)
    Ich habe auch so eine "speziellen Einzelfall" erlebt und warte 3 Monate nach der Schadensmeldung und duzenden Telefonanrufen immer noch auf mein Geld von der Post. Der Service ist eine Katastrophe. Dies erinnert mich an Asterix und Obelix in Rom...