Zum Inhalt springen

Header

Audio
Abwärtstrend im Schweizer Parasport
Aus HeuteMorgen vom 24.08.2021.
abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
Inhalt

Paralympics Schweiz ist zwar Pionierin, aber nicht an der Spitze im Parasport

In Tokio beginnen die Paralympics. Seit es sie gibt, ist die Schweiz dabei. Im Medaillenspiegel fiel die Schweiz in den letzten 30 Jahren aber zurück.

Noch 1992 in Barcelona gewannen die Schweizer Paraathleten 35 Medaillen. Seither wurden es stetig weniger. Im Medaillenspiegel fiel die Schweiz zurück – von Platz 20 damals auf Platz 41 zuletzt in Rio.

Laut dem Delegationsleiter von Swiss Paralympic, Roger Getzmann, gibt es zwei Gründe für den Abwärtstrend: 1992 waren einige Nationen nicht vertreten und seither gab es einen Professionalisierungsschub.

«In einigen Ländern ist der paralympische Sport gleichgestellt und sie haben die gleichen Förderungsmassnahmen.» Länder wie Tunesien, Iran oder Usbekistan sind mittlerweile an der Schweiz vorbeigezogen. Sie haben verstärkt in den Parasport investiert, weil die Paralympics an Prestige gewonnen haben und weil Medaillen hier noch immer viel günstiger zu erlangen sind als an herkömmlichen Olympischen Spielen.

Sechs Medaillen sind das Ziel

Für Tokio ist die Schweizer Zielvorgabe deshalb bescheiden. Von 35 Medaillen wird nicht einmal mehr geträumt. Roger Getzmann wäre schon mit sechs zufrieden. In Zukunft sollen es dank der Schweizer Armee wieder mehr sein.

Denn auch Athletinnen und Athleten mit Behinderung können die Rekrutenschule besuchen. Auch Sportsoldatin oder -soldat könne man sein: «Die 130 Diensttage in der Armee sind ein wichtiger Faktor, der es den Sportlerinnen und Sportlern ermöglicht, professionell unterwegs zu sein», so Getzmann.

Video
Getzmann: «Wir erhoffen uns 6 Medaillen»
Aus Tokyo 2020 Clips vom 23.08.2021.
abspielen

Was diese Zusammenarbeit zwischen Sport und Armee bringen könnte, zeigt die Bilanz der vergangenen herkömmlichen Olympischen Spiele. Dort gingen 7 der 13 Schweizer Medaillen auf das Konto von Sportdienstleistenden. Es besteht also durchaus Hoffnung, dass der Abwärtstrend des Schweizer Behindertensports gestoppt werden kann.

SRF 4 News, HeuteMorgen, 24.08.2021, 06:10 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Lei Piedra  (Lei)
    Diese Fixiertheit auf den Medaillenspiegel ist mir schon bei den Olympics aufgefallen. Was ist denn aus dem Motto "Dabei sein ist alles" geworden?
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Je reicher und grösser ein Land, desto mehr Medaillen im Behindertensport. Geht der Anteil der Schweizer Medaillen zurück, zeigt das, dass sich mehr Länder die teuren Investitionen im Behindertensport leisten können: Also kein Grund zur Besorgnis. Eine Frage ist, wer jetzt alles ins Militär geht. Behinderte wurden früher aus offensichtlichen Gründen für untauglich erklärt. Ich meine das nicht wertend, aber vielleicht wäre das Geld besser im Alltagsbereich von "normalen" Behinderten investiert.