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Legende: Video FDP soll sich mehr Klimaschutz einsetzen abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.04.2019.
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Parteiinterne Umfrage FDP-Mitglieder wollen mehr Klimaschutz

  • In einer Umfrage bei den FDP-Mitgliedern sprachen sich 78 Prozent der Teilnehmer für mehr Klima- und Umweltschutz aus.
  • Auch eine Flugticketabgabe fand eine klare Mehrheit.
  • 19 Prozent finden, dass die Partei gleich viel tun soll wie jetzt, wie aus der vom «Sonntagsblick» veröffentlichten Umfrage hervorgeht.

Die Zahlen wurden von FDP-Sprecher Martin Stucki auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA bestätigt. Die detaillierten Umfrageergebnisse wurden jedoch nicht veröffentlicht, jedoch einige Auszüge:

  • Weniger Engagement im Klima- und Umweltschutz: 3 % Zustimmung
  • Umsetzung des Pariser Klimaabkommens: 77 % Zustimmung
  • Ausstieg aus fossiler Energie bis 2050: 60 % Zustimmung
  • Subventionen für erneuerbare Energien: 60 % Zustimmung
  • Flugticketsteuer: 75 % Zustimmung
  • Neue CO2-Lenkungsabgabe auf Treibstoffe: 58 % Zustimmung
  • Kompensation von Treibhausabgaben im Inland: 60 % Zustimmung

Die Parteibasis unterstützt mit den Umfrageergebnissen Parteipräsidentin Petra Gössi. Sie hatte sich Mitte Februar in einem Zeitungsinterview für eine Anpassung der Parteipolitik ausgesprochen. Damals kündigte sie einen Kurswechsel der Partei beim CO2-Gesetz zugunsten eines Kompromisses an und bot Hand für eine Flugticketabgabe und ein Senkungsziel von Emissionen auch im Inland.

Gössi kündigte in der Folge an, die 120'000 Mitglieder der Partei zu ihrer Haltung zum Klima- und Umweltschutz zu befragen. Vor einer Woche lief die Frist für die Onlineteilnahme an der Befragung ab. 14'198 Mitglieder hatten sich an der vom Institut gfs.bern durchgeführten Umfrage beteiligt.

Mit der Wertung der Umfrage hält sich die Partei vorerst noch bedeckt. Eine parteiinterne Begleitgruppe soll den Delegierten am 22. Juni an einer Delegiertenversammlung im Kanton Zürich ein Positionspapier vorlegen.

«FDP hat Umweltanliegen immer ernst genommen»

Fraktionspräsident Walti freut sich über den hohen Rücklauf der Umfrage. Sie sei ein interessanter Wegweiser. «Unter Nachhaltigkeit verstehen wir nicht nur Umweltschutz, auch wirtschaftliche Tragbarkeit und Sozialverträglichkeit.» Man habe bei der FDP Umweltanliegen immer ernst genommen, beispielsweise bei der Raumplanung oder dem Gewässerschutz.

Walti betont gegenüber SRF: «Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgehen.» Das habe sich mit der Umfrage bestätigt, weshalb die FDP in Zukunft dort einen Fokus legen wolle.

Legende: Video Fraktionschef Beat Walti: «Umfrage ist interessanter Wegweiser» abspielen. Laufzeit 00:40 Minuten.
Aus News-Clip vom 28.04.2019.

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69 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wir brauchen dringend Schutz für Ökosystem-Umwelt + Klima zur Erhaltung der Lebensgrundlage der Menscheit! Das mpsste endlich Priorität erhalten!
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    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      D. Casagrande Da jeder einzelne Mensch, darf und kann einen Beitrag leisten,jedoch nicht nur mit Worten und Forderungen,sondern aus Erkenntnis,mehr Respekt gegenüber der Natur,so können Weltweit Menschen einen Beitrag leisten.Wenn ich nun aber in einem andern Artikel lese,wie hoch die Lebensmittel Abfallberge sind,weiss ich nicht ob der Mensch bereit ist für ein besseres Klima. Nobel muss die Welt zu Grunde gehen. Meine Aussage vor 30 Jahren war, die Menschheit wird ersticken im eigenen Dreck.
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  • Kommentar von Andreas Iten (Bauer der ältere)
    Und was meint die FDP zu den Handelsabkommen? Wenn sie es ernst meint mit der Umweltpolitik muss sie hier auch kritisch werden. Denn jedes zusätzliche Handelsabkommen kurbelt den Warenverkehr an, sprich Lastwagen, Schiff- und Flugverkehr.
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    1. Antwort von Ueli Lang (Wochenaufenthalter)
      Im Grunde genommen wäre es schon längstens an der Zeit sämtliche tarifären Hindernisse für Agrarprodukte fallenzulassen. Dei Ökobilanz der einheimischen Landwirtschaft ist nämlich derart schlecht, dass die Transportimmissionen schon längstens keine Rolle mehr spielen. In unserem Land gilt ja, jedem Bürli sis Grosstraktörli, mit den entsprechenden Konsequenzen!
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Ich bete zu Gott, dass wir einen kühlen, verschifften Sommer haben werden, aufdass in unserer Politik wieder einigermassen Vernunft und nicht blinder Populismus einkehren möge. Der Wähler hat nämlich ein Gedächtnis wie eine Eintagesfliege.
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