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Fehlwürfe beschäftigen Recycling-Branche
Aus Espresso vom 27.11.2019.
abspielen. Laufzeit 07:27 Minuten.
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PET im Plastik Fehlwürfe beschäftigen Recycling-Branche

Falsch eingeworfenes Material in Recycling-Containern vermindert die Verwertbarkeit des Sammelguts.

PET-Getränkeflaschen in der Plastiksammlung, Metall im Glascontainer oder Abfall im PET-Sammelbehälter. Beim Recycling passieren immer wieder Fehler, zum Teil mit Folgen.

Die meisten sogenannten Fehlwürfe gibt es laut den Verwertern bei der Plastikflaschensammlung der Grossverteiler. Bis zu einem Drittel falsches Material landet dort drin. Bei der PET-Sammlung hat der Anteil an Fehlwürfen in den letzten Jahren zugenommen. Gemäss einer neuen Studie des Bundes liegt er bei knapp einem Fünftel. Das Problem: Neue PET-Getränkeflaschen dürfen nur aus PET-Getränkeflaschen hergestellt werden, die in den offiziellen blau-gelben PET-Behältern gesammelt wurden.

PET-Flaschen aus der Plastikflaschen-Sammlung, aus dem gemischten Recycling-Sack oder anderes PET dürfen dafür nicht verwendet werden. Wegen Fehlwürfen kann ein grosser Teil des PET daher nicht mehr zu Flaschen verarbeitet werden. Es wird für Industriekunststoff verwendet, teilweise muss durch Fehlwürfe verunreinigtes PET aber auch verbrannt werden.

Falsche Ware auch bei Glas und Metall

Auch bei der Glassammlung kommt es zu Fehlwürfen: Porzellan, Steingut, Keramik, Fensterglas, aber auch Metall und Plastik. Das macht rund sieben Prozent aus. Die Folgen: Durch Verunreinigungen kann das Glas teilweise nicht verwendet werden. Auch farblich falsch eingeworfenes Glas verschlechtert das Recycling.

Beim Alu und Metall ist die Fehlwurfquote verhältnismässig tief. Probleme bereiten zum Beispiel beschichtete Verpackungen für Rösti, Pommes Chips oder ähnliches. Diese enthalten kaum Alu. Ein Trick: Verpackung zusammenknüllen. Bleibt sie zusammen ist es Alu, öffnet sie sich wieder, gehört sie in den Abfall.

Die drei Fehlwurf-Typen

In der Branche sucht man nach Möglichkeiten, um die Fehlwürfe zu verringern. Das ist nicht ganz einfach, da Menschen aus unterschiedlichen Gründen Dinge in die falsche Sammlung werfen. Eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz definiert drei Fehlwurf-Typen:

  1. Absichtliche Fehlwürfe: Diese Leute werfen absichtlich falsche Dinge in die Sammlungen
  2. Intelligente Fehlwürfe: Diese Leute möchten es besonders gut machen, ziehen aber Fehlschlüsse.
  3. Versehentliche Fehlwürfe: Diese Leute werfen in der Eile oder aus Unaufmerksamkeit Dinge falsch ein.

Jeder dieser Fehlwurf-Typen braucht gemäss der Studie eigene Massnahmen, damit er die Recycling-Regeln beachtet.

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Es ist nicht die Aufgabe von SRF, uns zu erklären, was man wie und warum in welchen Sammelbehälter werfen soll. Sondern das ist eigentlich die Aufgabe der Leute, die die Sammelbehälter platzieren. Wenn diese es nicht tun (was sehr häufig vorkommt), bringen mir auch die Hinweise von SRF nicht viel. Denn mir fehlt das Vertrauen, dass mit dem Sammelgut richtig umgegangen wird, wenn es nicht einmal klar angeschrieben ist.
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  • Kommentar von Meinrad Jnglin  (HouliMouli)
    Ich bin Farbenblind, kann vor allem Grün- und Brauntöne nicht unterscheiden. Darum wusste ich jeweils nicht welche farbigen Gläser in welchen Glascontainer kommen. So habe ich jeweils alle farbigen Gläser in den Glascontainer geworfen der neben dem weissen Glascontainer stand. Doch mit der neuen Information in diesem Artikel weiss ich jetzt dass es besser ist dass ich alle farbigen Gläser in den Grün-Glascontainer werfe. So kommt von mir kein falsches Glas in den Braun-Glascontainer.
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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Anscheinend sind unsere Vorschriften ein Problem, sonst könnten mehr PET Flaschen rezikliert werden. Aber wenn 'Neue PET-Getränkeflaschen dürfen nur aus PET-Getränkeflaschen hergestellt werden, die in den offiziellen blau-gelben PET-Behältern gesammelt wurden. PET-Flaschen aus der Plastikflaschen-Sammlung, aus dem gemischten Recycling-Sack oder anderes PET dürfen dafür nicht verwendet werden.' Manchmal ist die Regulierungsflut schuld an den falschen Lösungsversuchen.
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