Zum Inhalt springen

Header

Audio
Mit Kohle die Umwelt retten
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 21.08.2021.
abspielen. Laufzeit 05:25 Minuten.
Inhalt

Pflanzenkohle Im Berner Oberland erlebt die Kohle ein Comeback

Vor 250 Jahren wurde in Beatenberg Kohle abgebaut. Nun soll Pflanzenkohle dort neu aufleben – auch um CO2 zu reduzieren.

Vor rund 250 Jahren begann in der Gemeinde Beatenberg im Berner Oberland der Kohleabbau. Aus den Stollen wurde die Kohle runter zum Thunersee transportiert und danach per Schiff in die Stadt Bern gebracht. Dort wurden die Kohlenstücke zum Heizen und für die Strassenbeleuchtung eingesetzt.

Nun soll die Kohle in Beatenberg erneut ins Zentrum gerückt werden. Am ersten «Chole-Festival» wurde der Kohleabbau von damals gewürdigt, gleichzeitig stand aber auch die Pflanzenkohle im Fokus.

Die Kohle der Zukunft
Legende: Die Kohle der Zukunft Christian Mulle, Organisator des «Chole Festival» will der Pflanzenkohle neuen Schub geben. Elisa Häni/SRF

«Die Pflanzenkohle ist eine Zukunftstechnologie», sagt Christian Mulle vom Verein c-werk, der das Festival organisiert hat. Man wolle aufzeigen, welches Potenzial in der Pflanzenkohle steckt, die nicht CO2 produziere, sondern gar zurückbinde.

Neben der industriellen Produktion von Pflanzenkohle gebe es auch eine wachsende Szene, die sich intensiv mit der Pflanzenkohle befasse. «Es gibt mittlerweile einfache Öfen, in denen alle zu Hause Pflanzenkohle herstellen können», sagt Mulle. Diese Szene traf sich am «Chole-Festival». Ihr Ziel: Die Pflanzenkohle breiter bekannt machen.

Umweltfreundlicher Dünger

Pflanzenkohle wird beispielsweise in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt. Weiter kommt Pflanzenkohle in Filteranlagen zum Einsatz. Pflanzenkohle könne auch als Einstreu in Tierställen zum Einsatz kommen, Christian Mulle. «Es stinkt viel weniger, es gibt weniger Infektionen und nach dem Stall kann die Kohle als Humus auf dem Feld eingesetzt werden.»

SRF 1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 21.08.2021, 17.30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

24 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Verena Schär  (DOREMIFASOLATIDO)
    Ich benutze Birkenkohle. Früher war das ein gängiges Hausmittel. Kohle bindet Bakterien, Giftstoffe im Darm und unerwünschte Stoffe gelangen nicht ins Blut.
  • Kommentar von Jörg Kaufmann  (jka)
    Soweit ich weiss stammt Kohle aus Pflanzen, aus der Urzeit.
    1. Antwort von Verena Schär  (DOREMIFASOLATIDO)
      Unbedingt das Video siehe oben (So wird Pflanzenkohle hergestellt
      Aus Schweiz aktuell vom 11.07.2017.) anschauen.
    2. Antwort von Paul Dodd  (PaulDodd)
      Stimmt. Aber mit dem Steinkohle Abbau werden pro Jahr die Ergebnisse von Tausenden von Jahren pro Jahre verbrannt - daher könnte die Biosphäre diese Menge von CO2 nicht wieder binden.
  • Kommentar von Lothar Drack  (spprSso)
    Ist ja wirklich interessant, super auch, mal sowas an Stelle der ach so vielen Negativschlagzeilen zu setzen! Aber @SRF: Gibt es auch Kriterien, was auf SRF News unter «Top News» geht?