Pflanzenschädlinge: Bund baut Hochsicherheitslabor für Forschung

Pflanzenschädlinge werden bald in einem neuen Labor untersucht. Der Bau kostet den Bund 15 Millionen Franken.

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Bildlegende: Der asiatische Laubholzbockkäfer wütet in der Schweiz besonders stark. WSL/Doris Hölling

Künftig gibt es auch für die Forschung von Pflanzenschädlingen ein Hochsicherheitslabor.

Der Bund eröffnet an der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Birmensdorf für 15 Millionen Franken ein Speziallabor. Untersucht werden Insekten, Pilze, Fadenwürmer und Viren.

Das neue Labor ist neben Spiez (BE) und Mittelhäusern (BE) das dritte Speziallabor der Schweiz. In Spiez wird mit Menschen schädigenden Organismen und Stoffen gearbeitet. Das Labor in Mittelhäusern befasst sich mit Schädlingen für Tiere.

Der Bund regelt den Umgang mit Organismen in Sicherheitsstufen 1-4. Das Labor in Birmensdorf erfüllt die Sicherheitsstufe 3. Nur in Spiez ist die Sicherheitsstufe noch höher.

Die gefährlichen Organismen werden immer häufiger aus dem Ausland in die Schweiz eingeschleppt. Dem asiatischen Laubholzbockkäfer zum Beispiel fallen ganze Baumalleen zum Opfer.

Eingeschleppt wird der Käfer im Verpackungsholz von Waren. Durch den steigenden internationalen Warenhandel finden immer mehr Schädlinge den Weg in die Schweiz.