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F/A-18-Absturz 2015 Pilotenfehler führte zum Unfall

Der Schlussbericht des militärischen Untersuchungsrichters kommt zum Schluss: Der Pilot hat möglicherweise nicht reagiert und so den Unfall verursacht. Er überlebte den Absturz leicht verletzt. Die Militärjustiz hat nun eine Voruntersuchung eingeleitet.

Legende: Video Nun ist die Frage, ob sich der Pilot strafbar gemacht hat abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.06.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Unfall ereignete sich im Oktober 2015 während eines Trainings.
  • Der Pilot hat laut Militärjustiz möglicherweise einen Flugfehler gemacht.
  • Zur Klärung der Schuldfrage hat die Militärjustiz eine Voruntersuchung gegen den Piloten eingeleitet.

Das Training fand im französischen Jura statt. Am späten Vormittag des 14. Oktobers 2015 starteten eine F/A-18D Hornet sowie zwei F5-Tiger. Ziel: Luftkampftraining über dem französischen Jura. Gegen Ende des Trainings kam es dann zum Unglück. Der Jet flog zu langsam und die Nase zeigte zu steil nach oben. Dies führte zu einem Strömungsabriss und zu einem Leistungsabfall des linken Triebwerks. Die Maschine drehte sich nach links, verlor rasch an Höhe.

Dem Piloten gelang es nicht mehr, das Flugzeug zu stabilisieren. Er betätigte den Schleudersitz. Die F/A-18 stürzte danach auf einen Acker in der Nähe des Dorfes Glamondans im französischen Jura. Der Pilot überlebte leicht verletzt. Pikantes Detail: Beim Piloten handelt es sich um einen der erfahrensten Luftwaffen- und Testpiloten der Schweiz.

Legende: Video So berichtete die Tagesschau damals abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.10.2015.

Nach dem Absturz leitete die Militärjustiz eine Untersuchung des Vorfalls ein. Diese kommt zum Schluss: Der Pilot hat möglicherweise einen Flugfehler gemacht. «Für den Fall eines solchen Strömungsabrisses gibt es Vorschriften, die Sofortmassnahmen vorsehen. Diese hat der Pilot nicht ergriffen», so Daniela Cueni von der Militärjustiz. Nach Vorschrift hätte er die Nase senken und die Düse in Leerlauf stellen müssen. Unklar ist, ob der Pilot den Strömungsabriss nicht bemerkt oder ob ihn das Warnsystem zu spät gewarnt hat.

Armee: Lehren werden gezogen

Klar ist: Eine technische Störung, gesundheitliche Probleme des Piloten oder Dritteinwirkung können als Ursache ausgeschlossen werden. Armeesprecher Daniel Reist sieht momentan keinen Handlungsbedarf. Die Luftwaffe sei normal im Einsatz. «Der Pilot befand sich in einem Luftkampf, in einer Extremsituation. Er ist sehr erfahren und fliegt auch seit eineinhalb Jahren wieder. Das Leben geht weiter. Aber Lehren werden gezogen», so Reist.

Die Militärjustiz hat nun eine Voruntersuchung gegen den Piloten eingeleitet. Gestützt darauf wird entschieden, ob es eine Einstellung, Anklage oder ein Strafmandat geben wird. Es besteht der Verdacht auf Verletzung von Dienstvorschriften sowie Missbrauch und Verschleuderung von Militärmaterial. Für den Piloten gilt die Unschuldsvermutung.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Diesem Piloten würde ich eine Auszeichnung verleihen - für reaktionsschnelles handeln bei Gefahr - nicht ihn damit noch belasten - oder glaubt jemand im Ernst, dass er sich selbst fahrlässig in Gefahr bringt durch einen Fehler ? Spart euch die Bürokratie - gut gegangen, Gott sei Dank !
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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Je erfahrener jemand ist, desto mehr geht er an Grenzen. Und Luftkampf heißt immer, an Grenzen zu gehen, sonst ist es kein Kampf sondern ein Ballett. Gut, dass der Pilot kühlen Kopf bewahrte und rechtzeitig ausstieg.
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  • Kommentar von Lily Baumann (Medinilla)
    Der Pilot überlebte den Absturz leichtverletzt. Die Militärjustiz hat nun eine Voruntersuchung eingeleitet. Hallo, wäre der Pilot tot würde es heissen, er ist für sein Vaterland gestorben. Würde mit Posaunen und Trompeten zu Grabe getragen. Fehler passieren, das ist so, jetzt soll die Justiz dem armen Kerl nicht noch auf der Seele herumknien. Im VBS wird mehr Geld verschleudert als eine solche F/A-18 kostet!!!!!!!!
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