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Positive Bilanz zu Velostrassentest
Aus Schweiz aktuell vom 05.02.2019.
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Pilotprojekt mit Velostrassen Freie Fahrt für Velos

Fünf Schweizer Städte ziehen nach der Testphase ein positives Fazit. Bedenken äussert hingegen das Astra.

Die fünf Städte Zürich, St. Gallen, Basel, Bern und Luzern sind sich einig: Velostrassen sind komfortabel und sicher, eine durchwegs gute Sache. Acht Pilotstrecken haben sie für den Bund getestet, Wege, die abseits der Hauptverkehrsstrassen verlaufen. Wenn eine Quartierstrasse in die Velostrasse einmündet, muss der Velofahrer nicht auf den Rechtsvortritt achten, sondern darf in die Pedale treten.

Mehr Unfälle befürchtet

Genau das macht dem Bund Sorgen: «Kann man jetzt das Verkehrsregime in der Dreissigerzone so ändern, dass Velos immer Vortritt haben? Das ist eine schwierige Frage. Es hätte zur Folge, dass man die Verkehrsregelordnung anpassen müsste. So einfach ist das nicht.», sagt Guido Bielmann vom Bundesamt für Strassen (Astra) gegenüber SRF. Das Astra befürchtet, dass es mehr Unfälle gibt, wenn der Rechtsvortritt nicht mehr überall gilt.

Die Städte widersprechen dem Bund. Sie haben während der Testphase weitgehend gute Erfahrungen gemacht. Projektleiterin Nicola Kugelmeier hält die teilweise Aufhebung des Rechtsvortritts auf Velostrassen für sinnvoll: «Dadurch kommt man schneller ans Ziel.» Ausserdem seien auch Signalisationen und Bodenmarkierungen hilfreich gewesen: «Wir hatten keine Sicherheitsbedenken, und wir hatten auch keine Unfälle zu verzeichnen.»

Sicherer und flüssiger unterwegs

Die Städte möchten nun am liebsten Vollgas geben und weitere Velostrassen planen. Fussgänger, Autofahrer oder Anwohner hätten sich nicht an den neuen Achsen gestört und Fahrräder seien dort sicherer und flüssiger unterwegs als anderswo in der Stadt, sagen sie. Der Bund stehe «auf der Bremse».

Guido Bielmann lässt sich nicht drängen: «Der Bericht sagt aus, dass wir keine Argumente haben, die ganz positiv, und keine Argumente, die ganz negativ sind. Wir sind also in der Schwebe.»

Ob der Bund die Velostrassen ins Schweizer Strassensystem aufnimmt, ist fraglich. Bis zum definitiven Entscheid wollen die fünf Städte ihre Pilotstrecken behalten.

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59 Kommentare

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  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Autofahren tötet. Darum: keine Autos in den Städten. Eigentlich logisch, oder.
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Die ASTRA schaut tatenlos zu wie jedes Jahr hunderte Velofahrer und Fussgänger von Autos verletzt und getötet werden. Strassen werden trotzdem immer nur für die Autos optimiert. Die Unfallzahlen für Velofahrer und Fussgänger nehmen kaum ab. Man sollte diese unfähigen Bürokraten entlassen. Sie sind der Autolobby höhrig verweigern ihre Arbeit.
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Velofahrer haben ein Recht auf sicheren Verkehr. Darum: keine Autos mehr in den Städten. Zu Gefährlich.