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Rollator-Sicherung im ÖV im Test
Aus Schweiz aktuell vom 15.09.2020.
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Pilotprojekt Rollator-Halter in Basler Bus: mehr Sicherheit für Senioren

Die Basler Verkehrsbetriebe testen in einem Bus ein neues System zur Fixierung von Rollatoren während der Fahrt.

Die meisten älteren Menschen wollen trotz einer Gehbehinderung mobil bleiben und mit Zug, Tram oder Bus unterwegs sein. Aus diesem Grund testen die Basler Verkehrsbetriebe BVB ein neuartiges System, mit dem Seniorinnen und Senioren ihren Rollator während der Fahrt fixieren können, wie die Sendung «Schweiz aktuell» berichtet.

Am Dienstag haben mehrere Testpersonen das System, das als erstes in einem BVB-Bus montiert ist, ausprobiert. Die Handhabung ist ziemlich simpel: Aus einer Halterung in der Nähe des Niederflureinstiegs wird eine Art Teppich ausgerollt. Dieser wird anschliessend über den Sitzbereich des Rollators gelegt. Während der Fahrt sitzt der Fahrgast auf dem «Teppich» und der Sitzfläche seines Rollators.

Grosser Vorteil dieses Systems sei, dass der Rollator während der Fahrt nicht kippt oder sich verschiebt, sagt Pascal Lippmann von der Firma Pryo Consult. Lippmann hat das System erfunden und zusammen mit einem Designer entwickelt. Die Situation entspreche punkto Sicherheit derjenigen eines normalen Passagiersitzes. «Man sitzt fast wie auf einem normalen Sitz im Bus.»

Am Dienstag konnten die ersten Rollator-Benutzerinnen das System testen und waren sehr zufrieden. «Ich fühle mich sehr sicher. Diese Erfindung ist toll», schwärmt Paula Lauper. Ob der «Rollator-Rest» bei Seniorinnen und Senioren den Alltagstest besteht, zeigt sich in den nächsten Wochen.

Test in Basel, weitere Städte noch offen

«Wenn sich unsere Erwartungen erfüllen, werden wir das System voraussichtlich übernehmen», sagt Alexander Klett, Leiter Technik bei den BVB. Laut Lippmann koste eine einzelne Vorrichtung gegen tausend Franken, dazu komme noch der Installationsaufwand. Ob auch andere Verkehrsbetriebe die Lösung übernehmen, hänge vom Test in Basel ab.

Es gibt noch weitere Risiken

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Auch mit dem neuen System bleiben andere Risiken für Seniorinnen und Senioren im ÖV-Alltag bestehen: Eine Untersuchung, die das Bundesamt für Verkehr BAV im Jahr 2013 in Auftrag gegeben hat, kam zum Schluss, dass das grösste Sicherheitsproblem für Benutzer von Rollatoren nicht während der Fahrt besteht, sondern beim Ein- und Aussteigen aus den Fahrzeugen.

Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Anita Mannhart  (lupus)
    Super Idee. Vorausgesetzt, der Bus fährt erst ab, wenn die Person sitzt. Da sehe ich das Problem. Im Schweiz Aktuell war es eine Testperson, die noch relativ schnell war. Das ist aber bei den meisten Rollator BenützerInnen nicht der Fall. Und bei gut besetztem Bus ist zu erwarten, dass dort andere Fahrgäste stehen.Bis die den Platz freigeben ist der Bus meist schon abgefahren. Vermutlich reicht die Zeit zum Sitz herausziehn, sich umdrehen und dann endlich absitzen nicht aus.
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Das ist wie ohne Rollator. Ältere Menschen steigen ein und suchen sich zuerst einen schönen Sitzplatz. Inzwischen fährt der Bus an, und das Unglück ist passiert. Sofort sich auf den nächsten freien Platz zu setzen, geht doch nicht.
  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    Basel, das ist SUPER. Gruss aus Zürich
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Erst einmal Erfahrungen sammeln und dann von SUPER sprechen.