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Unmut nach Partynacht in Basel
Aus Tagesschau vom 17.05.2020.
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Polizei prüft Massnahmen Basler Nachtschwärmer pfeifen auf Abstandsregeln

  • Die offenen Restaurants und Bars haben in der Nacht auf Sonntag viele Menschen in den Ausgang gelockt.
  • In der Steinenvorstadt in Basel feierten Dutzende Menschen – die Social-Distancing-Regeln wurden offensichtlich von vielen ignoriert.
  • Die zuständige Kantonspolizei will ihre Kontrolltätigkeit noch einmal intensivieren und prüft weitergehende Massnahmen.

«An wenigen Brennpunkten» sei es alleine aufgrund der Anzahl Personen auf der Strasse kaum mehr möglich gewesen, den Mindestabstand zu wahren, räumte die Basler Polizei gegenüber SRF ein.

Tatsächlich herrschte in der vergangenen Nacht ein buntes Treiben in Basel. Wie diverse Fotos und Bewegtbildaufnahmen auf sozialen Medien zeigen, hielten dabei Dutzende von ausgangsfreudigen Personen die vom Bund vorgegebenen Distanzregeln nicht im Ansatz ein.

Sperrung der Ausgangsquartiere möglich

Um ähnliche Situationen künftig zu vermeiden, kündigte Basels Sicherheitsdirektor Baschi Dürr gegenüber SRF an: «Die Polizei wird ihre Kontrolltätigkeiten noch einmal intensivieren - im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Sie kann nicht immer überall sein.»

Man müsse sich aber auch weitergehendere Massnahmen vorbehalten: «Beispielweise temporäre Absperrungen von Brennpunkten, wo es einfach so viele Leute hat, so dass die Zwei-Meter-Regeln nicht mehr eingehalten werden kann», so Dürr.

Die Polizei appellierte aber auch an die Eigenverantwortung der Bürger: Der Mindestabstand und die maximale Gruppengrösse von fünf Personen müssten weiter eingehalten werden.

Normaler Abend in Zürich

Die Stadtpolizei Zürich teilte auf Anfrage mit, die Einsätze an diesem Wochenende seien nicht aus dem Rahmen gefallen. Die Regeln hätten mehrheitlich eingehalten bzw. durchgesetzt werden können, eine erhöhte Lagebereitschaft sei nicht nötig gewesen.

Tagesschau, 17.05.2020, 13 Uhr;

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87 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Singer  (liliput)
    Das ist eine Verhöhnung all derer die nach wie vor sich an die Verhaltensregeln halten!
    Diese Arroganz un Ignoranz ist äusserst fahrlässig,beschämend und primitiv.Ich hoffe die Basler Polizei sieht dies als Aufforderung die Schraube wieder etwas anzuziehen und die Massnahmen energisch in der Zukunft durchsetzt.Es kann und darf nicht sein dass Partysüchtige einen neuen Lockdown auf egoistischer Intoleranz geradezu provozieren!!
  • Kommentar von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
    Demnächst mit "App" werden sich Viele in falscher Sicherheit wiegen und sich noch weniger an die Regeln halten. Besser als so eine App wäre vielleicht ein "Abstandswarner": ein einfaches Gerät (unabhängig von einem Phone) für etwa 30 Fr., mit einem Warnton bei unter 2 m länger als 3 min. Ohne ihn darf niemand in die Öffentlichkeit. Bis zu 10 "Kennungen" von Geräten im selben Haushalt Wohnender sind speicherbar - unterdrückt Warnungen bei diesen. All das wäre von der Polizei gut kontrollierbar.
  • Kommentar von Henri Jendly  (Henri Jendly)
    Eben sah ich einen Bericht aus Ecuador: die Massnahmen wurden zu spät und ohne staatlichen Nachdruck ergriffen. Folge: Tote werden drei bis vier Tage lang nicht abgeholt und liegen in den Wohnungen, danach stapeln sie die Verstorbenen auf den Strassen und entsorgen sie letztlich irgendwo. Viele hundert Verstorbene werden von den Angehörigen vermisst. So sieht es aus, wenn sich der Staat aus der Verantwortung zieht. Und wir jammern über Demonstrationsrechte, freien Ausgang etc. Peinlich, peinlich