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Legende: Video Der Kanton Tessin will eine Baby-Prämie einführen abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.12.2018.
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Prämie für Neugeborene Das Tessin braucht dringend Nachwuchs

In keinem anderen Kanton werden so wenige Kinder geboren wie im Tessin. Das soll sich nun mit staatlicher Hilfe ändern.

Vor rund zehn Jahren lag die jährliche Geburtenrate noch bei 3000 Babys, im laufenden Jahr rechnet der Kanton noch mit 2600 Neugeborenen. Das ist ein Minusrekord in der Schweiz.

Jetzt reagiert der Kanton Tessin auf den ausbleibenden Kindersegen: Familien und Geburten sollen gezielt gefördert werden. Ab dem 1. Januar führt der Kanton eine Geburtenprämie ein. Diese beträgt 3000 Franken pro Baby oder bei Adoption eines minderjährigen Kindes. Die Prämie sei allerdings an Bedingungen geknüpft, sagt Gesundheitsdirektor Paolo Betraminelli zu SRF News. Anspruch auf die Geburtsprämie hat beispielsweise nur, wer als Familie nicht mehr als 110'000 Franken im Jahr verdient.

Der Kanton Tessin ist der Kanton mit der kleinsten Geburtenrate in der Schweiz.
Autor: Paolo BetraminelliDirektor Departement für Gesundheit und Soziales

Mit dem einmaligen Familienzustupf will Betraminelli bessere Startbedingungen für junge Familien schaffen. «Kinderkriegen soll keine Last, sondern Freude sein.»

Finanzielle Familienförderung weit verbreitet

Der Kanton Tessin ist in der Schweiz kein Einzelfall. Wer in den Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Freiburg, Neuenburg oder Jura ein Kind bekommt, erhält zwischen 1000 und 1500 Franken. Noch grosszügiger sind die Kantone Waadt, Wallis und Genf. Hier gibt es bis zu 3000 Franken pro neugeborenem oder adoptiertem Kind.

In den anderen Kantonen gibt es keine speziellen Prämien. Geburtszulagen sind in der Schweiz nicht obligatorisch.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Dahinden (T. D.)
    Ich dachte 7 Milliarden Menschen sind genug.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Wenn man bedenkt was ein Kind kostet bis erwachsen ist und eine Ausbildung hat, sind die 3'000 Fr. lächerlich. Diese Einmaleinlage bringt eine Familie in finanzieller Hinsicht auch nicht weiter. Bedenkt man nur die KK-Prämie und evtl. grössere Wohnung etc. Vielleicht bringen es Migranten, die haben gerne grosse Familien.
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    1. Antwort von Helena Müller (Helena Müller)
      Ja, das was Sie schreiben, war das erste, was mir in den Sinn kam. Wenn ein Kind ca eine halbe Mio kostet, bis es einigermassen aus dem Gröbsten raus ist, sind 3000 Franken weniger als einen Tropfen auf einen heissen Stein. Bei all' den Abgaben, Steuern, Krankenkassen etc. etc. können sich Kinder eigentlich nur noch Reiche leisten ...
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  • Kommentar von Astrid Meier (Swissmiss)
    Die Bevölkerung im Tessin ist derart überaltert dass eine Prämie nicht mehr viel bringt. Alte Leute, verwitterte Häuser, veraltete Infrastruktur. Wo nicht gerade reiche Italiener ihr Geld anlagen oder in eleganten Boutiquen shoppen scheint das Gebiet aus der Zeit gefallen zu sein.
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