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Schweiz Prämien steigen um 3 bis 4 Prozent

Der Krankenkassenverband Santésuisse hat gegenüber Radio SRF erstmals angegeben, wie stark die Prämien nächstes Jahr durchschnittlich steigen werden: um drei bis vier Prozent. Angesichts negativer Teuerung ist das relativ viel. Aufhorchen lassen die Gründe fürs Prämienwachstum.

Legende: Video Ambulante Behandlungen kosten mehr abspielen. Laufzeit 04:03 Minuten.
Aus 10vor10 vom 17.07.2015.

Dieses Jahr kostet die Gesundheit der Schweizerinnen und Schweizer 3,5 Prozent mehr als noch 2014. Deshalb dürften auch die Krankenkassenprämien nächstes Jahr entsprechend steigen.

Spezialärzte als Kostentreiber?

Laut Verena Nold, Direktorin des Krankenkassenverbandes Santésuisse, sind die drei bis vier Prozent Aufschlag allerdings nur ein Durchschnittswert: «In Kantonen, wo es viele Spezialärzte gibt, also in Zentrumskantonen wie zum Beispiel Zürich, Genf und Basel-Stadt, ist wahrscheinlich mit einem höheren Wachstum zu rechnen als in eher ländlichen Kantonen.»

Spezialärzte, das ist das Stichwort, wenn es um die Gründe für den Kostenanstieg geht. Erstens gibt es immer mehr Spezialisten. Zweitens verrechnen diese immer höhere Summen pro Patient.

«Konsultationen in Abwesenheit»

Auffällig: Spezialärzte stellen viel mehr «Konsultationen in Abwesenheit des Patienten» in Rechnung, das heisst, sie studieren viel mehr Akten. Ob hier zu Lasten der Krankenkassen geschummelt wird, weiss Nold nicht. Man könne lediglich feststellen, dass es hier ein enormes Kostenwachstum gebe, sagt sie. Fakt ist: Innert zweier Jahre sind die Kosten für das Aktenstudium um 140 Millionen Franken gestiegen.

Ein weiterer Grund für die höheren Prämien ist, dass Spitäler mehr Behandlungen ambulant anbieten, also ohne dass die Patienten dort übernachten. Das kostet die Prämienzahler viel Geld, weil die Kantone den ambulanten Bereich nicht mitfinanzieren.

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88 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Die KK-Prämien müssen ja steigen, wenn alle Migranten eine Krankenkasse gratis bekommen, welche von der arbeitenden Bevölkerung letztentlich bezahlt wird. Viele von diesen Einwanderer lassen ihre "Leiden" (inkl. Zähne) gratis in Ordnung bringen, wir CH bezahlen. Da wundern wir uns, wenn die Prämien jährlich ansteigen. Das soziale Fass ist längstens leer und die Gemeinden müssen es laufend auffüllen. Wann werden wir aufwachen?
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Gibt es in den Grossparteien neben den Filzpolitikern in Bern auch noch Volkspolitiker? Wer Grossparteien wählt und diesen Politiker vertraut, der gibt sich selber einen Tritt in den Hintern. Genau das ist das Problem in unserer Demokratie, zuviele Bürger lassen sich von den Grossparteien immer wieder anschmieren. Solange der Bürger nicht selber denkt, wer will was, warum will wer was, wer zahlt, wer bekommt - solange wird alles mehr umverteilt von vielen zu wenigen! z.B. Einheitskasse,
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    1. Antwort von M. Roe, Gwatt
      Wir brauchen keine Einheitskasse. Aber wir brauchen, wie Sie sagen, Bürger die denken. Aber nicht Ausländer, denn die denken nicht für die Schweiz, sondern so, dass ihnen alles bezahlt wird.
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    2. Antwort von M.Müller, Zürich
      @Roe, sind dutzende Verwaltungsräte, Firmenstrukturen und Interessensfilze billiger als eine Struktur für das Volk? Private Unternehmen müssen maximale Gewinne machen, wie soll da die Idiologie einer Sozialversicherung welcher Art auch immer platz haben z.B. PK Beschiss usw. An genau solch banalen Überlegungen scheitert die Demokratie an der Urne!
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  • Kommentar von Pia Müller, 9443 Widnau
    Früher machte der Arzt einen Blut/Urin-Untersuch, röntgen, Ultraschall. Heute x-Mal plus CT, Röhre beim Spezialisten, vielleicht schmerzt nur 1 Zehe. Die Tests haben sich verzehnfacht, auch die Kosten - der Patient ist immer noch krank. Über lange Testverfahrens gibt's einfach Schmerzmittel. Die Pharma und die Spezialärzte freuen sich, denn sie pflegen die Krankheit. Der BS, die KK's sind zu feige, hinter dieses Dilemma zu gehen, die Kosten werden über die KK-Prämien neutralisiert!!
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