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Pro-Senectute-Studie Jeder fünfte Senior wird finanziell betrogen

Legende: Video Betrügereien bei Senioren abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.10.2018.
  • Jeder vierte Senior ist in den letzten fünf Jahren Opfer eines Finanzmissbrauchs geworden, jede fünfte Person hat einen finanziellen Schaden erlitten.
  • Die Betrügereien haben Schäden von insgesamt über 400 Millionen Franken pro Jahr verursacht.
  • Die Missbrauchsfälle reichen vom klassischen Diebstahl im öffentlichen Raum über gefälschte Internet-Annoncen bis zum Zustellen von nicht bestellten Waren.
Telefon mit grossen Tasten für alte Frau
Legende: Auch am Telefon werden Senioren hinters Licht geführt. Keystone

Die geschädigten Senioren wurden im öffentlichen Raum oder am Bankomaten bestohlen, unter einem Vorwand um Geld gebeten, über gefälschte Internet-Anzeigen hinters Licht geführt und mit dem Erhalt von nicht bestellten Waren übervorteilt.

Dies zeigt eine erstmals repräsentative Studie von Pro Senectute und des Instituts zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität der Fachhochschule Neuenburg.

Männer (28,2 Prozent) sind der Erhebung zufolge häufiger Opfer von Finanzmissbrauch als Frauen (23,3 Prozent). Die höchste Fallzahl weist die Westschweiz auf (36,5 Prozent), gefolgt von der Deutschschweiz (22,8 Prozent) und dem Tessin (11,7 Prozent).

61 Prozent der betrogenen Senioren sprechen mit niemandem über den erlittenen finanziellen Missbrauch.

Betrugsmaschen (Zahl geschädigter Personen über die letzten fünf Jahre)

Diebstahl an einem öffentlichen Ort
155'066
Diebstahl beim Geldabheben am Bankomaten
62'457
Bitte um Geld unter Vorwand (Portemonnaie/Schlüssel verloren)
60'304
Gefälschte Anzeige im Internet
47'381
Zustellung von nicht bestellten Waren
38'767

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler, alias Rollstuhlrocker)
    Ich wurde einmal über den Tisch gezogen ( Deutschland ) seit dem nie mehr, ganz einfach ich lehne kein Geld mehr aus und der Vorteil ist noch Du lernst die besseren Leute kennen.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Und zu Erbschleichereien! Das kommt dann noch nach dem Tod dazu! Leider gibt es das auch mit Unterstützung von Notaren und Anwälten. Gerade diese sollten besser überwacht werden. Dazu braucht es eine funktionsfähige unabhängige Meldestelle. Die heutigen sind für nichts! Juristen sind alle miteinander verbandelt.
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Eigentlich sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein, dass es Menschen gibt, die auf schnell erobertes Geld aus sind. Da wir auch immer dichter zusammen wohnen "dürfen", werden auch die Möglichkeiten für Diebe aller Couleur immer grösser. Allerdings ist es zu einem grossen Teil Selbstverschulden, wenn man es den modernen Raubrittern allzu leicht macht. Übrigens, es gibt sie auch, die aktiven, gewieften Senioren, die ganz gut mit der digitalen Diktatur zurecht kommen.
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