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Legende: Video Vernehmlassung zu Cargo Sous Terrain beendet. abspielen. Laufzeit 01:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.07.2019.
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Projekt Cargo Sous Terrain Die Zweifel an der Güter-U-Bahn wachsen

Die Vernehmlassung zum Projekt Cargo Sous Terrain ist abgelaufen. Ob die Idee jemals Realität wird, ist offen.

Die Ziele sind ambitioniert: Durch ein unterirdisches Tunnelsystem sollen Waren künftig pünktlicher und staufrei geliefert werden – doch der Weg dazu ist noch weit. Als erstes muss der Bundesrat ein entsprechendes Planungsgesetz ausarbeiten. Zuerst will er aber wissen, wie gross die Unterstützung für diese unterirdische Güter-Autobahn bei der Branche überhaupt ist.

Ich glaube nicht, dass sich ein solches Projekt mit privaten Mitteln finanzieren liesse.
Autor: Ueli StückelbergerDirektor VöV

Beim Verband öffentlicher Verkehr VöV hält man gar nichts von Cargo Sous Terrain. «Ich glaube nicht, dass sich ein solches Projekt mit privaten Mitteln finanzieren liesse», sagt VöV-Direktor Ueli Stückelberger. 33 Milliarden Franken sei ein «extrem hoher Beitrag». Die Meinung beim Verband sei vielmehr, «dass, wenn man schon so viel Geld hätte, man das besser in die bestehende Infrastruktur – sei es Schiene oder Strasse – investieren könnte.»

VöV-Direktor Ueli Stückelberger
Legende: Ueli Stückelberger sieht im Projekt Cargo Sous Terrain wenig Nutzen. Keystone

Cargo Sous Terrain bleibt optimistisch

Auch Transportunternehmen wie Planzer oder Giezendanner sind skeptisch. Man glaubt nicht an die Rentabilität von Cargo Sous Terrain. Und selbst der Bundesrat ist alles andere als euphorisch. Er sieht nur einen geringen volkswirtschaftlichen Nutzen, keine tieferen Transportkosten und auch nur einen halb so grossen Verlagerungseffekt von der Strasse, wie er in einem Bericht festhält.

Dennoch ist Peter Sutterlüti, Verwaltungsratspräsident von Cargo Sous Terrain, optimistisch, dass der Bundesrat für das entsprechende Gesetz bald grünes Licht gibt. Denn die ersten 100 Millionen Franken seien bereits garantiert. Alles privat finanziert.

Peter Sutterlüti, Verwaltungsratspräsident von Cargo Sous Terrain
Legende: Peter Sutterlüti hofft auf grünes Licht aus Bern. Keystone

«Wenn das schon vom Anfang an gestoppt würde, wäre das eigentlich unsinnig, weil man dann einer privat finanzierten Infrastruktur gar keine Chance geben würde», so Sutterlüti. Dieser Meinung sind selbst viele Skeptiker. Das Gesetz soll her, damit die Idee der unterirdischen Güter-Autobahn nicht schon im Keim erstickt wird.

Cargo sous terrain
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63 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Besser würde man die Autobahnen unter die Erde verlegen, dann gäbe es wieder mehr Platz für die Eisenbahn.
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  • Kommentar von Hermann Zumstein  (Mänu49)
    Die Welt wird immer mehr „blämbläm“!
    Diese meist unnötige Hektik, die unnötigen Doppelspurigkeiten kann ich nicht mehr verstehen.
    Am Sonntag habe ich ein Medikament für meine Tiere nachbestellt und erwähnt, dass mir die normale Post genüge.
    Bereits am Dienstag kam die Ware mit einem rasenden Kurier bei mir an, wobei der Pösteler 10 Minuten zuvor hier war.
    Schaltet doch einmal einen Gang zurück !!!
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    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Sicher auch ein guter Punkt, aber mir scheint sie verkennen die Realität und die Gesetze des Wachstums. Wünschen kann man immer. Wenn Wünsche aber nicht in Erfüllung gehen, sollten wir einen Plan haben, wie wir den Superstau und die wirtschaftliche Selbstbehinderung abfedern könnten.
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    2. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      @baron Wir schaffenKostenwahrheit beim Transport und dann regelt sich dies selber
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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Sinnvoller wäre,den Warenfluss auf ein Mass herunterzufahren,
    der nötig und sinnvoll ist.Es braucht wieder Depots,Lager und eine
    Vernünftige Bewirtschaftung dieser.Pakete nur zur Ansicht in der
    Welt herumschicken macht Jeff Bezos reicher,die Läden vor Ort
    werden zerstört und das Einkaufserlebnis geht verloren.Wir probieren
    mit technischen Lösungen Zeit zu kaufen ohne zu merken,dass wir ohne
    diese Probleme und deren Lösungen mehr Zeit zur Verfügung hätten.
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    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Depots sind Energiefresser. Waren verderben darin. Ausserdem ist es aufwendiger Waren in Depots zu karren als sie direkt vom Hersteller zum Verbraucher zu liefern - was eigentilch das Ziel sein müsste: On-Demand-Production & Delivery.
      Läden vor Ort sind in der Summe ebenfalls nie so energieeffizient wie Grossverteiler. Wir brauchen auch kein Einkaufserlebnis, wenn wir Konsum reduzieren wollen, resp. ist Einkaufserlebnis - also Kaufen aus Freude statt Notwendigkeit - eines der grössten Uebel.
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    2. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      @baron transporte sind Energiefresser ebenso. Ohne Lager keine stabile Versorgung. Der Schwachsinn der minutengenauen Anlieferung funktioniert nur mot Zubetonierung der Landschaft weil der Zulieferer nebendran sein muss
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