Zum Inhalt springen

Header

Video
«Bei jedem ist die Situation anders»
Aus News-Clip vom 03.05.2020.
abspielen
Inhalt

Psyche in der Coronakrise Der Stress ist mess- und behandelbar

Eine neue Studie der Uni Basel zu den psychischen Folgen der Pandemie zeigt auf, wie sich Stress äussert und was man dagegen tun kann.

Das führt zum Corona-Stress: Ein Leben, das sich plötzlich vorwiegend zu Hause abspielt. Ein Virus, das vieles auf den Kopf stellt. Dieser Ausnahmezustand stresst fast die Hälfte der befragten Schweizerinnen und Schweizer – jedoch auf ganz unterschiedliche Weise: «Bei jedem ist es ein bisschen anders gelagert. Zu den Haupttreibern gehört die Belastung durch die Veränderung am Arbeitsplatz oder in der Schule. Dann die Belastung durch das eingeschränkte Sozialleben: Man kann nicht mehr unbeschwert Freunde treffen kann. Schliesslich ist da die Belastung durch die Kinderbetreuung und die Isolation bei den Alleinstehenden», sagt Studienleiter Dominique de Quervain, Professor für Neurowissenschaften an der Universität Basel.

So äusserst sich der Stress: Gereiztheit, Antriebslosigkeit, Schlaflosigkeit, bis hin zu Depressionen, das sind die Zeichen. Neun Prozent der Befragten hat depressive Symptome. Das sind deutlich mehr als vor Corona.

Dann sollte man sich Hilfe holen: «Man sollte sich dann Hilfe holen, wenn die depressiven Symptome stark belastend sind und sie innerhalb von ein, zwei Wochen nicht von alleine weggehen – und vor allem, wenn Suizidgedanken vorhanden sind», warnt de Quervain.

Das hilft gegen den Stress: Wichtig ist, sich neu zu orientieren. Nicht in Hoffnungslosigkeit verharren, sondern den Fokus auf das richten, was Freude macht: «Da gibt es drei Verhaltensweisen, die wir identifiziert haben. Das ist sowohl Sport treiben, ob intensiv oder leicht; dann sich vermehrt seinem Hobby oder einem neuen Projekt zuwenden. Und: nicht allzu oft Corona-News konsumieren. Ein, zweimal pro Tag reicht völlig.»

Was die Studie auch zeigt: Nicht alle reagieren ähnlich. Rund ein Viertel fühlt sich in der Krise sogar weniger gestresst als vorher – wohl weil Deadlines, Prüfungen oder mühsame Sitzungen wegfallen.

Tagesschau vom 3.5.2020, 18.00 Uhr.;

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

43 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Gerold Schreiner  (Gerold Schreiner)
    Eine Interessante Studie die das problem gut aufzeigt. Eine andere interessante Studie aus der Schweiz zeigt dies auch noch aus einem anderen Blickwinkel: ein Teil der Bevölkerung wird wohl wegen dem stress auch Lebenserwartung verlieren. Studie findet man leicht über Google, heisst "Years of life lost due to the psychosocial consequences of COVID19 mitigation strategies based on Swiss data"
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Lucas Müller  (lucas.mueller)
    War lange gestresst wegen ungewisser Unistart aber meine Uni präsentierte eine super Lösung. Hatte geplant im Juni in Georgien Medizin zu studieren aber wegen COVID-19 werden nun die ersten 2,5 Jahre online angeboten. Ist doch super, dass so was möglich ist. Der Stress ist nun zu 100% weg.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Da bin ich gar nicht gleicher Meinung wie viele Kommentarschreiber: 1. Eine solche Krise (ich nenn sie absichtlich nicht Katastrophe) musste bis dato kein Bundesratsgremium seit dem 2. Weltkrieg durchstehen. 2. Beim Vorgehen wurden sie durch das BAG und andere Virologen beraten, jedoch auch durch weltweite Aktualitäten beeinflusst. 3. Umringt von den Seuchenzentren Italien, Frankreich und Deutschland bin ich überrascht, wie wir (Bevölkerung, Regierung und BAG) dies gemeistert haben. Bravo.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Monika Mitulla  (momi)
      Die Krise ist noch lange nicht ausgestanden, B.Häberli. Die einseitige Anhörung von immer den gleichen Virologen ohne Berücksichtigung von anderen Virologen, Epidemiologen, Mikrobiologen, usw. und Beachtung deren Studien, die zu ganz anderen Schlüssen kommen, haben das strenge Regime beflügelt. Zudem wurde der Bürger durch viele Bilder in Angst versetzt. Die Folgen der Krise werden massiv sein - ein massiver Geldmangel. Hoffen wir, dass die Sozialwerke dabei nicht ausgehöhlt werden!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Andreas Morello  (Andreas Morello)
      Im Grundsatz bin ich mit Ihnen einig. Nur Deutschland würde ich nicht als Seuchenzenter sehen. Die sind bislang ziemlich gut durch die Krise gekommen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen