Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Radioaktive Substanz Viel mehr Uhrenateliers mit Radium kontaminiert als angenommen

Eine Studie im Auftrag des Bundes zeigt: Bis zu 1000 ehemalige Manufakturen sind betroffen. Vier Fragen und Antworten.

Strahlen-Warnschild
Legende: Radium ist eine radioaktive Substanz und kann gefährlich werden. Keystone

Was hat die Studie herausgefunden? Es ist belegt, dass in rund 700 Liegenschaften in der Schweiz Radium in der Uhrenmanufaktur verwendet wurde. Zudem wurden etwa 300 Liegenschaften ermittelt, wo die Anwendung von Radium noch nicht geklärt ist. Die Studie wurde von der Universität Bern im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) durchgeführt. Sie ist Teil des «Aktionsplans Radium 2015-2019» des Bundes. Dieser wurde nach einer ersten Radium-Untersuchung 2014 eingeleitet.

Audio
Viel mehr Gebäude radioaktiv verseucht als angenommen
02:02 min, aus Rendez-vous vom 24.04.2018.
abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.

Was ist Radium? Eine radioaktive Substanz, die von Marie und Pierre Curie entdeckt wurde. Radium wurde bis in die 1960er-Jahre in der Herstellung von Uhren verwendet. Der Stoff leuchtet im Dunkeln, weshalb er für Zifferblätter verwendet wird. Da Radium Strahlenkrankheiten auslösen kann, wurde es in der Manufaktur verboten.

Wo wurde Radium gefunden? An Standorten von ehemaligen Uhren-Werkstätten. Die Liegenschaften befinden sich grösstenteils in den Kantonen Neuenburg, Bern und Solothurn. Rund 400 davon waren bereits für die Verwendung von Radium bekannt, 50 davon wurden bereits saniert.

Was geschieht nun? Die Liegenschaften, in denen Radium nachgewiesen wurde, werden systematisch kontrolliert. Sollte dies notwendig sein, müssen sie saniert werden. Ende Jahr wird das BAG dem Bundesrat einen Evaluationsbericht zum Radium-Aktionsplan vorlegen.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Die Vergangenheit holt uns ein.. und die Zukunft wird "strahlend" sein.. spaetestens wenn sich die Letzten um die uebriggebliebenen Resourcen streiten!
    1. Antwort von Charles Dupond  (Egalite)
      Spaetesten wenn die naechsten Kriegsgeilen - wie schon viele ihrer Vorgaenger - Russland unterschaetzen, kommt Einsteins Feststellung zum Tragen: "Ich weiss nicht mit welchen Waffen der Dritte Weltkrieg ausgetragen wird. Der Vierte aber wieder mit Keulen."....
  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Und einmal mehr: Gewinne von unverantwortlichen Technologien Privat; Folgeschaeden den Opfern und dem Staat....
  • Kommentar von Alex Terrieur  (Imfeld)
    Fragt mal die Atomlobbisten, ob Radioaktivität, gefährlich ist? Wie damals die Uhrenindustrie mit Tritium, sind heute die E-Fahrzeuge und ihren "sauberen" Strom, unbedenklich...