Zum Inhalt springen

Schweiz Rasche AHV-Meldepflicht für neue Angestellte entfällt

Firmen müssen neue Angestellte nicht mehr innert Monatsfrist bei der AHV-Ausgleichskasse melden. Die Meldung zu Beginn des Folgejahres reicht. Der Bundesrat entlastet damit die Firmen per Mitte Jahr administrativ – trotz Bedenken vieler Kantone wegen Schwarzarbeit.

Mit dem Entscheid setzt der Bundsrat eine vom Parlament angenommene Motion von Ständerat Paul Niederberger (CVP/NW) um.

Baustelle in der Schweiz.
Legende: Viele Kantone sahen in der zügigen AHV-Meldepflicht ein wirksames Mittel gegen Schwarzarbeit. Keystone/Archiv

Künftig müssen Firmen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spätestens mit der Lohnabrechnung zu Beginn des folgenden Jahres melden. Mit der neuen Regelung wird auch der Versicherungsnachweis hinfällig, der den Versicherten bisher den Anschluss bei einer Ausgleichskasse bestätigte.

Bedenken in weiten Kreisen

Kritik an der Abschaffung der Meldepflicht unter dem Jahr gab es in 14 Kantonen, vor allem von jenen in der Nähe der Landesgrenzen. Aber auch die Mehrheit der nationalrätlichen Wirtschaftskommission sowie Sozialminister Alain Berset gaben zu bedenken, dass damit die Bekämpfung von Schwarzarbeit erschwert werde.

Für die Aufhebung der Meldepflicht musste die AHV-Verordnung angepasst werden. Die geänderte Verordnung tritt Mitte Jahr in Kraft.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Willi Geissbühler (tagesschau)
    Ganz merkwürdig. Wie kommt dieser CVP Ständerat zu so einer Motion und unser oberschwaches Parlament nimmt den Schwachsinn auch noch an. Unser Staat verkommt langsam aber sicher zu einer Bananenrepublik. Wie Manuela Fitzi schreib, es braucht, für einen normal begabten Mitarbeiter, genau 2 Min. um die Anmeldgung zu machen. Da steckt doch mehr dahinter. Dies ist doch ganz einfach eine neue Möglichkeit, Schwarzarbeiter anzustellen. Hirnlos und kriminell. Man kann nur staunen ob der Dreistigkeit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Die Meldung erfolgt ganz operativ folgenderweise: Personalassi(PA) hat das CV des neuen MA vor sich, weil die Personalien auch im Personalerfassungssystem der Frima eingetragen werden müssen. PS öffnet eine Webseite der Ausgleichskasse, gibt Namen, Nationalität, Geburtsdatum, ob Neuversicherte ja/nein, falls nein, AHV-Nr., gültiges Dokument ein. Nochmals Check, per Knopfdruck versenden. Für eine langsamere PA ca. 2 Min. Aufwand. Fazit: Peinliches Argument.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Es wäre sicher sinnvoll wenn diese Entscheidung vom und im BR nochmals genauer hinterfragt und notfalls rückgängig gemacht wird. Dieser Entscheid steht angesichts der angespannten Lage, besonders in den Grenzkantonen, völlig quer in der Landschaft.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen