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Tessiner Kantonsarzt Merlani appelliert an den Rest der Schweiz
Aus Tagesgespräch vom 24.03.2020.
abspielen. Laufzeit 26:13 Minuten.
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Ratschlag aus dem Tessin «Wir hätten früher eingreifen sollen»

Der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani ist überzeugt, dass das Beispiel Tessin der Schweiz helfen kann, die schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Das Tessin ist der am stärksten vom Corona-Ausbruch betroffene Kanton.
Am Morgen seien gut 1200 Fälle gemeldet gewesen, sagte der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani im «Tagesgespräch» von Radio SRF. Er plädierte für mehr Verständnis für das Tessin – insbesondere, weil die Kantonsregierung strengere Regeln ausgesprochen hat als der Bund.

«Wenn man wartet, bis man sieht, dass diese Kurve zu steil ist, dann ist es schon zu spät. Wir hätten früher eingreifen sollen», sagt Merlani. Die Deutschschweiz und die Romandie könnten dies noch machen. «Ihr seid etwa eine Woche oder zehn Tage hinter uns. Wenn ihr die Massnahmen ergreift, die wir ergriffen haben, so habt ihr sicher eine flachere Kurve.»

Härtere Massnahmen, die weniger lang gelten

Das sei das Wichtigste und könne tatsächlich einen Unterschied machen, sagt Merlani. Als Kantonsarzt sei er eher dafür, strengere Massnahmen zu ergreifen, die dann vielleicht rascher wieder aufgehoben werden könnten, fügt er an.

Die Tessiner Regierung liess am Wochenende Baustellen schliessen und einen Teil der Industriebetriebe. Sie hält an ihren Regeln fest, obwohl sie Bundesrecht widersprechen, wie der Bund festgehalten hat.

Tagesgespräch, 23.03.2020, 13:00 Uhr; srf/eglc;brut

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    zB keine Fasnacht im Tessin wäre eine gescheite Massnahme gewesen aber für Politiker offenbar keine Option
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  • Kommentar von Kurt Flury  (Simplizissimus)
    Offensichlich ist bereits die Zeit der Besserwisser und Klugsch...... gekommen, obwohl in unsere Spitälern das Pflegepersonal - mit Hilfe von Grenzgängern und Armee - um das Leben von Erkrankten kämpfen und zwar unabhängig von deren Alter, Geschlecht oder Herkunft /Nationalität. Es ist leicht jene in die Pfanne zu hauen, welche in der Verantwortung stehen. Ich bin der Auffassung, dass die verantwortlichen Leute bis jetzt nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben! Dafür einfach Danke!
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  • Kommentar von Simon Weber  (Weberson)
    Wir alle lernen mit dieser Corona-Krise. Niemand konnte vor einem Monat das wahre Ausmass WISSEN. Es gab nur Vorahnungen. Es weiss wohl auch niemand wie es weitergeht. Und es weiss niemand wie sich Wirtschaft, Finanzwelt und unser aller Leben sich verändert, sollten gewisse Massnahmen über mehrere Monate hin aufrecht erhalten bleiben. Es ist einfach zu kritisieren, da mussten und müssen jedoch einschneidende Entscheidungen getroffen werden, das darf man nicht vergessen.
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