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Schweiz Rega prüft im Fall Schumacher Anzeige gegen Unbekannt

Die gestohlenen Krankenakten von Formel-1-Rennfahrer Michael Schuhmacher sollen von einem Computer eines in Zürich ansässigen Helikopter-Unternehmens aus den Medien angeboten worden sein. Die schweizerische Rettungsflugwacht wehrt sich und erwägt rechtliche Schritte.

Hardegger im Seitenporträt. Im Hintergrund ein Foto eines Helikopters.
Legende: Rega-Sprecher Hardegger wehrt sich eventuell mit einer Anzeige gegen Unbekannt gegen die Verdächtigungen. SRF

Von den Anschuldigungen erfuhr die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) erst heute aus den Medien, wie der Rega-Sprecher und Geschäftsleitungsmitglied Sascha Hardegger «10vor10» bestätigt. Bis anhin habe man in dieser Sache keinen Kontakt mit Untersuchungsbehörden – weder mit schweizerischen noch mit ausländischen. «Uns ist nicht bekannt, dass irgendwo eine entsprechende Untersuchung im Gang ist», erklärte Hardegger weiter.

Interne Abklärungen habe die Rega aber bereits im Vorfeld durchgeführt. Die Rega bestätigt auch, den Transport von Michael Schuhmacher ins Lausanner Uni-Spital CHUV organisiert zu haben. Die Rega habe keine Hinweise darauf, dass Unterlagen über den Zustand des Formel-1-Rennfahrers bei dem Helikopter-Unternehmen entwendet wurden, betont Hardegger weiter und meint: «Wir werden weitere Abklärungen durchführen und wir prüfen in diesem Zusammenhang auch eine Strafanzeige gegen Unbekannt.» Die Rega habe das Interesse an einer Untersuchung. Der Weg dazu werde noch geprüft.

Video
Die Rega wehrt sich
Aus 10 vor 10 vom 07.07.2014.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 41 Sekunden.

Nur zwei Zürcher Unternehmen

Laut den Zürcher Behörden sind nur zwei Unternehmen im Kanton ansässig, die Patiententransporte durchführen dürfen. Es ist dies die Rega und die Lions Air. Dieses Unternehmen führt im Auftrag des TCS solche Patiententransporte durch. Der TCS dementierte aber umgehend, dass der TCS oder die Lions Air etwas mit dem Fall zu tun hätten.

Pikant: Der «TagesAnzeiger» weiss, dass der Inhaber von Lions Air, Jürg Fleischmann, früher Michael Schuhmacher in seinem Privathelikopter herumgeflogen hat. Weder Lions Air, noch Jürg Fleischmann waren für eine Stellungnahme gegenüber der Zeitung bereit.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden , Kt. Zürich
    Die Meldung damals lautete: Die Akten wurden nicht im Spital in der Schweiz gestohlen, sondern schon im Spital in Grenoble. Dachte: Gottlob, sind nicht wieder wir Schweizer die Schurken! :-) Wäre doch ein gefundenes Fressen. Jetzt haben sie es doch gefunden & wollen die Rega auffressen, weil natürlich der Image-Schaden für Grenoble höher gewichtet wird, als für die "kleine" Rega, respektive einer ihrer Mitarbeiter in der Schweiz. Aber vielleicht war ja dieser Mitarbeiter gar kein Schweizer?:-)
  • Kommentar von Flachser Michael , Köniz
    Werter Herr Webermann, die Rega hat defnitiv und ganz sicher nicht die Akten geklaut. WENN SCHON, dann hat dies ein Mitarbeiter der Rega getan - also nicht die Rega. Oder gehen Sie auch nie mehr nach Spanien in die Ferien wenn sich herausstellt dass der Täter Spanier war?
  • Kommentar von Rolf Michel , 1723 Marly
    Seit ich weiss, dass Katastrophen-Franz im Verwaltungsrat dieser Fa. ist/war habe ich umgehend meine Beiträge eingestellt.