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Regierungsratssitz Zürcher FDP schickt Andri Silberschmidt ins Rennen

  • Die Zürcher FDP schickt den 32-jährigen Andri Silberschmidt ins Rennen.
  • Der Nationalrat soll 2027 die abtretende Regierungsrätin Carmen Walker Späh beerben.
  • FDP verzichtet vorläufig auf eine zweite Kandidatur.

Silberschmidts politische Laufbahn führte vom Gemeinderat der Stadt Zürich direkt in den Nationalrat – und dies bereits im Alter von 25 Jahren. Nun soll der 32-Jährige die FDP in der kantonalen Exekutive vertreten. Die FDP des Kantons Zürich schlägt ihn als Kandidaten vor, da er in seiner politischen Karriere wiederholt bewiesen habe, dass er über die Parteigrenzen hinweg Allianzen schmieden könne. Er sei national vernetzt und im Kanton Zürich breit bekannt.

Filippo Leutenegger (links) hält Andri Silberschmidt für einen sicheren Wert um den FDP-Sitz im Regierungsrat zu halten.
Legende: FDP-Präsident Filippo Leutenegger (links) will pragmatisch sein und lanciert mit Nationalrat Andri Silberschmidt vorerst einen Kandidaten, um den Sitz von Regierungsrätin Carmen Walker Späh für die FDP zu halten. Keystone/Michael Buholzer

Andri Silberschmidt selbst sagt bei der Medienkonferenz: «Ich möchte ein Regierungsrat sein, der sich mit viel Herz und Verstand für den Kanton Zürich einsetzt.» Im Fokus stehen für ihn als Unternehmer die Arbeitsplätze, damit die Wirtschaftslokomotive Zürich weiterhin funktioniere. Mit diesem Schwerpunkt zielt Silberschmidt offensichtlich auf die Volkswirtschaftsdirektion der FDP-Regierungsrätin Carmen Walker Späh, die 2027 nicht mehr zur Wahl antritt.

Wir wollen unseren Sitz vor allem sichern, dafür ist Andri Silberschmidt ein sicherer Wert.
Autor: Filippo Leutenegger Präsident FDP Kanton Zürich

Dass die FDP lediglich auf einen Kandidaten setzt, überrascht. «Wir wollen unseren Sitz vor allem sichern, dafür ist Andri Silberschmidt ein sicherer Wert», sagt Filippo Leutenegger, Präsident der FDP Kanton Zürich. Die FDP sei pragmatisch und setze auch auf die Zusammenarbeit der bürgerlichen Parteien, um die bürgerliche Mehrheit im Kantons- und Regierungsrat zu sichern.

Zweite Kandidatur, sollte Mario Fehr zurücktreten

Die Partei behalte sich dennoch vor, eine zweite Kandidatur zu lancieren, sollte eine weitere Vakanz im Regierungsrat entstehen – sprich, wenn der parteilose Mario Fehr nicht mehr antreten würde. Dieser hat sich bezüglich seiner Pläne für die nächste Legislatur noch nicht in die Karten blicken lassen. Den SP-Sitz von Jacqueline Fehr, die bereits bekannt gegeben hat, dass sie nicht mehr antritt, wolle die FDP allerdings nicht angreifen, sagt Filippo Leutenegger.

Offiziell als FDP-Kandidat nominiert wird Andri Silberschmidt an der Delegiertenversammlung vom 23. Juni.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 13.4.2026, 12:03 Uhr ; 

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