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Reifendirekt verkauft gefährliche Ladenhüter
Aus Kassensturz vom 18.02.2020.
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Reifenpanne Reifendirekt verkauft gefährliche Ladenhüter

Reifendirekt verkauft acht Jahre alte Pneus als «neu». Trotz Sicherheitsrisiko wird die Panne nicht sofort behoben.

Onlineshopping ist praktisch und günstig, warum also nicht auch bei Pneus? Das dachte sich auch Andrea Studer. Die junge Autolenkerin bestellte im Internet bei Reifendirekt vier neue Winterreifen der Marke Yokohama für 450 Franken. Ein paar Tage später lieferte Reifendirekt die Pneus, inklusive böser Überraschung.

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Die Geschädigte Andrea Studer kann es kaum glauben
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DOT-Nummer = Produktionsdatum

Entsetzt muss sie feststellen: Die gelieferten Reifen sind alt, sehr alt.

Das Alter der Reifen lässt sich mit einem Blick auf die Reifen schnell bestimmen. Auf jedem Reifen steht das Herstellungsdatum, die sogenannte DOT-Nummer. Bei den Pneus, die Andrea Studer von Reifendirekt erhielt, steht die Zahl 4111. Die Reifen wurde in der Woche 41 im Jahr 2011 produziert.

DOT-Nummer 4111
Legende: Die letzten vier Ziffern der sogenannten DOT-Nummer geben die Kalenderwoche, sowie das Jahr der Herstellung an. SRF

Reifen sind Sicherheitsrisiko

Bei einem acht Jahre alten Reifen sei der Gummi bereits sehr hart, erklärt Reifenexperte Reto Blättler vom TCS. «Dies bedeutet Sicherheitseinbussen, insbesondere auf nasser Fahrbahn. Man kommt ins Rutschen, und der Bremsweg ist viel länger.»

Der TCS empfiehlt deshalb: Neureifen sollten nicht älter als drei Jahre alt sein. Nicht nur wegen des Gummis, der mit der Zeit aushärtet, sondern auch wegen des technischen Fortschritts, sagt Reto Blättler vom TCS.

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TCS-Experte Reto Blättler empfiehlt den Reifen zu retournieren
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Reifendirekt lässt sich Zeit

Andrea Studer reklamiert bei Reifendirekt. Telefonisch und per E-Mail. Immer und immer wieder. Vergebens. «Ich hatte das Gefühl, man nimmt mich nicht richtig ernst.»

Erst als sich «Kassensturz» einschaltet, kommt Bewegung in den Fall. Der grosse Onlinehändler bedauert den Vorfall und entschuldigt sich für die Lieferung der untauglichen Reifen. Reifendirekt schreibt «Kassensturz»: «Durch eine unglückliche Aneinanderreihung von maschinellen sowie menschlichen Fehlern, konnte es passieren, dass Reifen dieses Alters von einem unserer externen Lieferanten an Frau Studer geliefert wurden».

Nach drei Monaten lässt Reifendirekt die Pneus endlich bei Andrea Studer abholen und zahlt die Kosten für Reifen und Montage zurück.

Das Auto von Andrea Studer hat inzwischen neue Winterreifen. Doch nicht von Reifendirekt. «Die neuen Winterreifen haben wir nun von einer lokalen Garage. Da kann ich jederzeit vorbeigehen, wenn etwas nicht passt.»

Kassensturz, 18.02.2020, 21.05 Uhr

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