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Schweiz Rekordminus bei Einbrüchen

Im Jahr 2015 ist es in der Schweiz zu viel weniger Einbrüchen gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Anzahl um fast 20 Prozent. Auch die Zahl weiterer Straftaten sank gegenüber 2014 erheblich. Zudem ist auch die Zahl der Beschuldigten aus dem Asylbereich gesunken.

Legende:
Zahl der Einbrüche 2009 - 2015 (2) Bundesamt für Statistik

Im Jahr 2015 ist es in der Schweiz zu viel weniger Einbrüchen gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Anzahl um 9922 auf 42'416. Dies entspricht einem Rekordminus von 19 Prozent. Auch die Zahl weiterer Straftaten ist gegenüber 2014 stark zurückgegangen.

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Einschätzung von Martin Böss, Direktor Schweizerische Kriminalprävention
01:39 min, aus SRF 4 News aktuell vom 21.03.2016.
abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.

Noch nie seit der Statistikrevision 2009 verzeichnete das Bundesamt für Statistik (BFS) so wenige Einbruchdiebstähle. Auch die Zahl der Einschleichdiebstähle nahm 2015 gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent ab.

Insgesamt waren rund 6 von 1000 Einwohnerinnen und Einwohner von Einbruch- oder Einschleichdiebstählen betroffen.

Am häufigsten passieren Einbrüche in der Stadt Neuenburg. Dort ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Dahinter folgen die Städte Genf und Lausanne mit rückläufigen Zahlen. Im Waadtländer Hauptort sank die Häufigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent. Die tiefsten Häufigkeitszahlen weisen die Stadt Uster im Zürcher Oberland, Lugano und Schaffhausen auf.

Mehr Tötungsdelikte

Die Zahl aller Zuwiderhandlungen gegen das Strafgesetzbuch hat im vergangenen Jahr um 7,3 Prozent abgenommen, wie die polizeiliche Kriminalstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) ausweist.

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Weniger Kriminalität
Aus Tagesschau vom 21.03.2016.
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Allerdings sind auch Straftaten zu beobachten, die gegenüber dem Vorjahr zugenommen haben. Die Zahl der Betrugs- und Veruntreuungsfälle nahm um rund ein Viertel zu.

Auch Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Ausländergesetz waren um 6,3 beziehungsweise 6,7 Prozent häufiger.

Die Zahl der Fälle von Gewalt und Drohung gegen Beamte sind von 2567 auf 2808 angestiegen (+9,4 Prozent), die Anzahl der vollendeten Tötungsdelikte von 41 auf 57 Fälle – besonders ausgeprägt im häuslichen Bereich (+57 Prozent).

Seltenere Straftaten von Asylsuchenden

Bei den Gewaltstraftaten verzeichnen die Städte Freiburg, Basel, Biel, La Chaux-de-Fonds (NE) und Neuenburg die höchsten Werte. Im Zeitverlauf, das heisst seit 2009, ist nur in den beiden Neuenburger Städten ein signifikanter Rückgang zu beobachten. Die tiefste Kriminalitätsrate verzeichnen Köniz (BE), Thun (BE) und Chur.

Audio
Weniger Kriminaltouristen
02:52 min, aus Info 3 vom 21.03.2016.
abspielen. Laufzeit 02:52 Minuten.

Auch bei der Täterschaft gibt es Unterschiede. Die Anzahl der beschuldigten Minderjährigen ist im Vergleich zum Vorjahr erneut zurückgegangen – 2015 um 10,5 Prozent. Die Zahl der beschuldigten jungen Erwachsenen (18- bis 24-Jährige) ist ebenfalls gesunken. Bei den übrigen Erwachsenen ist eine leichte Abnahme zu verzeichnen.

Die Zahl der Beschuldigten aus dem Asylbereich erreichte mit 2541 den tiefsten Stand seit 2009 und verzeichnete wie bereits 2013 und 2014 einen Rückgang.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
    Zum Glück hat man ja in der Vergangenheit noch ein paar andere Feindbilder aufgebaut, auf die man jetzt zurückgreifen kann. (Wann sind eigentlich die "Scheininvaliden" wieder einmal dran? kommen die erst nach den Asylanten, den Moslems und den Rumänen? ich fühle mich als Rollstuhlfahrer schon fast etwas vernachlässigt...)
  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    Die Zahlen zeigen deutlich, wie sehr die SVP für die eigenen Machtspiele schwarzmalt. Mit Angstmacherei konnte man schon immer Stimmen fangen.
  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Einspricht diese Zahl der ungeschönten Realität oder sollen wir von bundeswegen an die an die heile Welt/Schweiz glauben?