Bilanz der SBB Rekordzahlen an Passagieren und besseres Ergebnis

Der Güterverkehr wirft wieder Gewinn ab. Weiter in die roten Zahlen abgerutscht ist der Geschäftsbereich Infrastruktur.

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SBB mit mehr Passagieren und besserem Konzernergebnis

1:52 min, aus Tagesschau vom 21.3.2017
  • Das Konzernergebnis der SBB stieg im letzten Jahr um 135 Millionen auf 381 Millionen Franken.
  • Der Anstieg geht hauptsächlich auf Immobilienverkäufe zurück, auf ein verbessertes Finanzergebnis und der Erholung im Güterverkehr. Das Betriebsergebnis hingegen war um 19 Prozent rückläufig.

Insgesamt spricht die SBB von einem erfolgreichen Jahr. Sie beförderte täglich 1,25 Millionen Passagiere und damit mehr als je zuvor. Zudem habe das Bahnunternehmen so viele Stammkunden wie noch nie vorher.

Allerdings wurde das Preis-Leistungsverhältnis von den Kunden kritischer bewertet. Dies zeige die Notwendigkeit, dass sich die SBB weiterhin für «zumindest stabile Preise» einsetze, schreibt der Konzern.

Zufriedener fielen die Kundenbewertungen punkto Sauberkeit und Platzangebot aus. Auch in Sachen Pünktlichkeit bleibt die SBB im europäischen Vergleich vorbildlich: 88,8 Prozent aller Fahrgäste seien mit der SBB pünktlich ans Ziel gekommen – dies sei ein Prozentpunkt mehr als 2015 und der höchste Wert seit fünf Jahren.

SBB Cargo wieder in Gewinnzone

In die Gewinnzone zurückgekehrt ist der Güterverkehr – und dies in einem «nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld». Während im Vorjahr noch ein Verlust von 22 Millionen Franken resultiert hatte, blieb 2016 unter dem Strich ein Ergebnis von 1 Million Franken.

Weiter in die roten Zahlen abgerutscht ist dagegen der Geschäftsbereich Infrastruktur. 103 Millionen Franken Verlust standen Ende Jahr zu Buche und damit 7 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.

Kostensenkungsprogramm aufgelegt

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, hält die SBB-Spitze am angekündigten Millionen-Sparprogramm «Rail-Fit20/30» fest. Bis 2020 sollen in diesem Rahmen 1400 Stellen abgebaut und die Kosten jährlich um 1,2 Milliarden Franken gesenkt werden. Gleichzeitig sollen auch 200 neue Stellen geschaffen werden, vor allem bei der Reinigung und beim Zugpersonal. Entlassungen soll es nur wenige bis keine geben.