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Zug-Toiletten drücken auf die Blase
Aus Espresso vom 20.12.2019.
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Rendite Ade Erträge bei Spar-Lebensversicherungen sind geschrumpft

Versicherungsvertreter schwärmten früher von tollen Renditen bei Spar-Lebensversicherungen. Doch daraus wird oft nichts.

Wer vor 20 oder 30 Jahren eine sogenannt gemischte Lebensversicherung abschloss, dem wurden Renditen von bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Wegen der tiefen Zinsen bleibt es nun aber oft beim garantierten Minimalertrag. Denn die Versicherer konnten mit den Spareinlagen keine grossen Überschüsse erwirtschaften. Das sagen unabhängige Versicherungsberater von VZ Vermögenszentrum, Vermögenspartner und Fairsicherung im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Wurden den Versicherten vor Jahren verschiedene Szenarien für die Rendite der Lebensversicherung vorgelegt, so bleibt es häufig beim schlechtesten Szenario. Der Schweizerische Versicherungsverband schreibt, die anhaltende Tiefst- und Negativzinsphase habe vor 20 Jahren nicht vorausgesehen werden können. Tröstlich: Im Vergleich zu den aktuellen Sparzinsen der Banken schneidet man mit einem alten Zinssatz von zwei Prozent bei der Lebensversicherung besser ab.

Es bleibt oft bei der schlechtesten Prognose

Bei einer gemischten Lebensversicherung sichert man das Todesfall- und Invaliditätsrisiko ab. Mit der verbleibenden Prämie spart man gleichzeitig fürs Alter. Dafür wird meistens ein Minimalzins garantiert. In den 80er-Jahren waren das bis zu drei Prozent. Bei neuen Spar- Lebensversicherungen sind noch maximal 0,25 Prozent erlaubt.

Viele Versicherte sind sich nicht bewusst, dass bei einer gemischten Lebensversicherung vom einbezahlten Geld diverse Kosten abgezogen werden: Die Risikoprämie, Provisionen in der Höhe von mehreren Jahresprämien und Verwaltungskosten. Der Zins wird nur auf das verbleibende Sparkapital berechnet.

Expertentipp: Sparen und Lebensversicherung trennen

Wer heute sein Risiko versichern und fürs Alter sparen will, dem raten die angefragten Anlageexperten von einer gemischten Lebensversicherung ab. In der Regel sei es besser, Sparen und Versicherungen zu trennen:

  • Mit einer Sparversicherung verpflichtet man sich, über Jahrzehnte regelmässig eine Prämie einzuzahlen. Egal, wie sich die persönliche Lebenssituation verändert. Schlimmstenfalls muss man mit Verlust aus der Versicherung aussteigen.
  • Bei einer gemischten Lebensversicherung wird nur ein Teil der Prämien wirklich angespart und verzinst. Die Versicherungen verrechnen diverse Abzüge (siehe oben).
  • Gemischte Lebensversicherungen lassen sich schlecht vergleichen. Wer sie auftrennt in eine reine Risiko-Lebensversicherung und Sparen fürs Alter, kann je verschiedene Offerten einholen. Wer für jedes Bedürfnis das beste Angebot wählt, kommt meist günstiger weg.
  • Separate Risiko-Lebensversicherungen haben normalerweise weniger lange Laufzeiten. So kann schneller reagieren, wer die Versicherung nicht mehr braucht oder das Risiko anders absichern möchte.

Für den Versicherungsverband bleiben klassische gemischte Lebensversicherungen interessante Lösungen. Er verweist auch auf Produkte, bei denen ein Teil des Sparkapitals in Fonds angelegt wird. Dadurch würden die Renditechancen steigen. Allerdings bei gleichzeitig höherem Risiko.

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