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Nein, die Swisscom schafft das Roaming nicht ab
Aus Espresso vom 01.02.2019.
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Roaminggebühren Adieu? Nein, die Swisscom schafft das Roaming nicht ab

Ein neues Abo der Swisscom verspricht: «Roaminggebühren Adieu!». Dies stimmt allerdings nur bedingt.

«inOne mobile go» nennt sich das neuste Handyabo der Swisscom. Es soll die Bedürfnisse von 80 Prozent der Nutzer abdecken. Dazu gehört nach Meinung der Swisscom auch regelmässiges Roaming. Für einen Preis von 80 Franken können Abonnenten unbegrenzt telefonieren und mit relativ hoher Geschwindigkeit surfen – in der Schweiz wie in der ganzen EU. Das schnelle Surfen im Ausland ist jedoch auf 40 Gigabytes pro Monat und auf die EU beschränkt.

Ähnliche Angebote gibt es schon länger

«Ähnliche Abos gebe es bereits», sagt SRF-Digitalredaktor Reto Widmer im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Bei der Swisscom waren diese bisher jedoch viel teurer, bei der Konkurrenz sind kleinere Datenmengen dabei, dafür ist auch die Nutzung in Kanada und den USA inklusive.

Tipp: Besser individuell Datenpakete dazukaufen

«Die grosse Datenmenge rechtfertigen den relativ hohen Preis von 80 Franken für die allermeisten Kunden nicht», ist Reto Widmer überzeugt. 40 Gigabytes seien sehr viele Daten und würden von den meisten Kunden nicht gebraucht. Abos ohne Roaming mit unlimitierten Telefonaten und Daten seien mittlerweile für 30 Franken erhältlich. «Wer lediglich sporadisch im Ausland unterwegs ist, für den sind Datenpakete preislich weitaus attraktiver», so Reto Widmer.

Die Swisscom wisse jedoch, dass sie mit dem Angebot bei den Schweizern einen Nerv treffen. Sorglos im Ausland mit dem Handy unterwegs zu sein, sei ein Bedürfnis. Dabei handle es sich auch um einen psychologischen Trick. Schweizer würden lieber etwas zu viel kaufen als zu wenig. Und da könnte ein Abo, bei dem viel zu viel Roaming für einen hohen Preis geboten wird, für viele passend erscheinen.

«Aus Konsumentensicht ist das neue Angebot der Swisscom jedoch sicher eine gute Entwicklung, die Konkurrenz wird vermutlich nachziehen», so Reto Widmer. Das Ausland werde so immer mehr in die Abos der Anbieter integriert. In ein paar Jahren könne dann vielleicht wirklich davon gesprochen werden, dass das Roaming abgeschafft worden ist.

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Henriette Rub  (ehb)
    Welch ein Gejammer. Heutzutage bieten Hotels und Zeltplätze Wlan, sodass keine mobilen Daten notwendig sind. Am Strand und in der Beiz verzichtet man vermutlich aufs Handy und geniesst die freien Stunden ;)
  • Kommentar von Oliver Schaub  (Oliver Schaub)
    Wir haben Jahrzehnte lang mit unseren Steuern und überhöhten Preisen die Infrastruktur der Swisscom finanziert. Zum Dank erhalten wir jetzt dieses lächerliche Abo.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Oliver Schaub: Ich glaube ihr Beispiel betraf die damalige PTT und dort vor allem die Post, damit auch für die Bergbäuerin die gleichen Tarife herrschten wie für den Stadtzürcher. Das war damals aus regionalpolitischen Gründen sogar erwünscht, wenn ich mich richtig erinnere und die Technologie war damals auch komplett unterschiedlich zu heute.
  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Nur zur Info. Die Bösen in Brüssel haben es nicht nur geschafft die Roaming Gebühren abzuschaffen, sondern, seit Januar die Kosten Allgemein zu senken für die Telefonie, zum Ärger der Telefonanbieter und zur Freude der Kunden. Aber solche Positiven Nachrichten verdrängen die EU Gegner. Und Herr Leu, das mit den Personalkosten ist auch so eine Mär. Man hat ausgerechnet das man mit 3-4 Rappen für ein SMS immer noch Gewinn machen würde, und das in der Schweiz.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      Schreibt jemand heute noch SMS? Ich glaube mit SMS verdient kein Mobilfunkanbieter mehr etwas.
    2. Antwort von Henriette Rub  (ehb)
      Herr Leu, ich gehöre zu denjenigen, die SMS schreiben. WhatsApp will ich nicht haben, die APP klaut Alles, was ihr angeboten wird.