Zum Inhalt springen

Header

Video
Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko in Kirchen?
Aus Tagesschau vom 25.05.2020.
abspielen
Inhalt

Rückkehr zu Gottesdiensten Katholiken dürfen singen, Reformierte nur summen

Ab Donnerstag sind Gottesdienste wieder erlaubt. Die Schutzkonzepte der Kirchen unterscheiden sich aber deutlich.

Pfarrer Martin Rüsch erklärt, wie im Grossmünster in Zürich Gottesdienste durchgeführt werden sollen: Jede zweite Bankreihe werde gesperrt, zudem werde angezeichnet, wo die Gottesdienstbesucher sitzen dürfen. So sollen die Distanzregeln eingehalten werden können.

Dies entspricht den Vorgaben in den Schutzkonzepten. Gemäss den Konzepten der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz sowie der Schweizer Bischofskonferenz sollen pro sitzende Person vier Quadratmeter zur Verfügung stehen. Zudem sollen Bänke oder Türfallen nach dem Gottesdienst gereinigt werden.

Desinfektionsmittel steht neben dem leeren Weihwasserbecken einer Kirche.
Legende: Ab Donnerstag dürfen wieder Gottesdienste veranstaltet werden. Die Schutzkonzepte der Landeskirchen unterscheiden sich allerdings. Keystone

Unterschiede bei den Schutzkonzepten gibt es jedoch bei den Gesängen. Beim Singen besteht ein mögliches Übertragungsrisiko, da durch die Atemluft laut Encarnación Berger-Lobato, Sprecherin der Schweizer Bischofskonferenz, vermehrt winzige Tröpfchen freigegeben werden.

Wichtig ist, dass die Distanzregeln eingehalten werden und der Gemeindegesang reduziert wird.
Autor: Encarnación Berger-LobatoSprecherin der Schweizer Bischofskonferenz

Während die evangelische Kirche auf Gesänge mit den Gottesdienstbesuchern verzichten will, ist die Weisung im Schutzkonzept der Schweizer Bischofskonferenz weniger klar.

Ein Gläubiger mit Schutzmaske nimmt von einem Pfarrer hinter einer Plexiglasscheibe die Kommunion entgegen.
Legende: In Deutschland finden seit einigen Wochen wieder Gottesdienste statt. Bei der Abgabe der Kommunion werden teils Plexiglasscheiben als Schutz vor einer Übertragung des Virus eingesetzt. Keystone

Summen statt singen

«Wir überprüfen derzeit das Konzept und schauen, ob es Anpassungen braucht», sagt Encarnación Berger-Lobato. «Wichtig ist, dass die Distanzregeln eingehalten werden und der Gemeindegesang reduziert wird.» Eine explizite Weisung, auf den Gesang zu verzichten, gebe es aber nicht.

Martin Rüsch hat für die Gottesdienste im Grossmünster derweil eine spezielle Lösung gefunden. Es gebe Vorsänger, die die Lieder singen. Die Gemeinde soll die Lieder nicht mitsingen, sondern lediglich mitsummen. So sei es trotzdem möglich, am Gemeindegesang teilzunehmen.

Tagesschau 25.05.2020, 19:30; fulu;blac

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

23 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von willy schütz  (barbill45)
    an Herrn Richard Meier.
    Glauben macht selig. Herr Meier, warum gibt es immer mehr austritte aus den kirchengemeinden. wenn es die alten nicht noch gebe wären die kirchen heute schon leer. sonnige grüsse.
  • Kommentar von Paul Simmen  (Ab und zu)
    War da nicht noch was bezüglich Kontaktdaten...? Dieses Thema wischt man einfach unter den Tisch… nichts gesehen, nichts gehört, nichts gesagt.
    Das Kirchen sich bei dieser Frage aufführen wie schlechte Beizer ist einfach nur verlogen und unverantwortlich...
    1. Antwort von Jojo Murer  (Jojo12)
      Dass man nicht tracen muss, kommt nicht von den Kirchen sondern vom Bundesamt und ist für mich völlig unverständlich! Das Virus wirds allenfalls freuen.
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Und das Beten im stillen Kämmerlein bleibt eben doch Kernaussage: laut Singen geht auch auf dem Balkon. Und dann raus ins Aussen, wenn möglich Mensch-/MitmenschSein.