Zum Inhalt springen
Inhalt

Rückkehr zu SRF Nathalie Wappler wird neue SRF-Direktorin

  • Zum zweiten Mal führt eine Frau das Schweizer Radio und Fernsehen.
  • Der SRG-Verwaltungsrat hat auf Vorschlag des Regionalvorstandes der SRG Deutschschweiz Nathalie Wappler zur neuen Direktorin ernannt.
  • Sie übernimmt im Frühjahr 2019 die Nachfolge von Ruedi Matter.
  • Mit der 50-Jährigen kehrt ein bekanntes Gesicht zum Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) zurück.
Portrait von Frau.
Legende: Nathalie Wappler ist seit 2016 beim Mitteldeutschen Rundfunk Programmdirektorin – ab Frühling 2019 kehrt sie zu SRF zurück. SRF

Die Wahl durch den Verwaltungsrat SRG SSR erfolgte einstimmig. Nathalie Wappler habe die Mitglieder des Ausschusses im Nominationsverfahren mit ihrer Strategiekompetenz überzeugt. Überzeugt haben auch ihre analytische Denkweise, ihr gutes Gespür für die Herausforderungen, die auf den medialen Service public warten und ihr Verständnis für die gesellschaftspolitischen Abläufe und Realitäten in der Schweiz, schreibt die SRG SSR.

Wappler ist seit Ingrid Deltendre, die das SRF von 2004 bis 2009 führte, die zweite Frau an der Spitze des Schweizer Radio und Fernsehen.

Eine Karriere in der Schweiz und in Deutschland

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Nathalie Wappler wurde 1968 in St. Gallen geboren. Sie schloss ihr Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Politischen Wissenschaften und Germanistik in den 1990er-Jahren an der Universität Konstanz ab. Auslandsstudien führten sie an die Universität von Bristol in Grossbritannien und an die Stanford-Universität in Kalifornien.

Sie startete ihre berufliche Laufbahn 1996 als Redaktorin beim 3sat-Format «Kulturzeit». Danach war sie unter anderem für «aspekte» und «Berlin Mitte» beim ZDF tätig. 2005 kam sie zum Schweizer Fernsehen, wo sie zunächst als «Kulturplatz»-Redaktorin und -Produzentin und ab 2008 als «Sternstunden»-Redaktionsleiterin tätig war. 2011 wurde sie Leiterin der Abteilung Kultur von SRF. Wappler gehörte auch der SRF-Geschäftsleitung an.

Im Mai 2015 wurde sie zur Programmdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) gewählt. Ab November 2016 hat Wappler beim MDR das TV-, Radio- und Online-Programm in den Bereichen Kultur, Jugend, Bildung und Wissen verantwortet.

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand ist erfreut darüber, Nathalie Wappler neu in der Geschäftsleitung der SRG begrüssen zu dürfen: «Ihre Erfahrung, ihr Fachwissen und ihre Kenntnisse der Schweizer Verhältnisse werden in dieser Phase der tiefgreifenden Transformation von SRG und SRF von grossem Nutzen sein.» Bezüglich der Werte und Herausforderungen des Service public sei man sich ganz und gar einig.

Legende: Video Neue SRF-Chefin Wappler: «Ich freue mich riesig» abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.11.2018.

Sie freue sich sehr über die Wahl und auf die neue Aufgabe, sagte Wappler an der Medienkonferenz. Die Schweizer Bürgerinnen und Bürger hätten nach der Abstimmung über die «No-Billag-Initatiative» der SRG SSR auch einen Auftrag mitgegeben. «Es geht darum, den Service Public noch besser zu schärfen». Wichtig sei auch, gute Wege für Kooperationen mit den privaten Verlegern zu finden.

Legende: Video Neue SRF-Chefin Wappler: «Den Service Public schärfen» abspielen. Laufzeit 00:35 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.11.2018.

«Es wird darum gehen, dass wir einen Service public anbieten, den die Menschen von uns erwarten», so die neu gewählte SRF-Direktorin. Und dies gelte für das Radio, das Fernsehen und Online.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

24 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Frau Wappler ist eine sehr sympathische Person, sie ist eine Schweizerin mit Auslanderfahrung und sind wir einmal ehrlich, irgendwann sind wir doch alle von irgendwo in die Schweiz gekommen und haben uns zumindest vermischt mit vielen Leuten aus Nachbarländern, so kann doch Europa auch zusammenwachsen. Von Ziegen und Schafen hätten die Urschweizer sich auch leben können, nun hat es aber die Schweiz in den letzten 150 Jahren zum Reichsten Land der Erde geschafft - das ist doch auch was oder ?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jonas Sanddorn (Sanddorn)
    Geschmunzelt habe ich bei der Biografie: Eine Karriere in der Schweiz und in Deutschland: "Nathalie Wappler (…) schloss ihr Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Politischen Wissenschaften und Germanistik in den 1990er-Jahren an der Universität Konstanz ab." 1990er-Jahren? Ist damit 1999 gemeint ;-).
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Ich gratuliere Frau Wappler herzlich zu ihrer Wahl zur neuen SRF-Chefin. Ich freue mich auf die weitere Berichterstattung von SRF, die ich als ausgewogen empfinde. Die Berichterstattung wird von Rechtsbürgerlichen manchmal als linksideologisch abgestempelt. Aber es gilt hier, ein kritisches Gegengewicht zu schaffen, ohne eine politische Richtung abzuwerten, aber z. B. auf die Aufgabe der Förderung von sozialer Gerechtigkeit aufmerksam zu machen. Das gehört zur Menschenfreundlichkeit von SRF.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Alfred Schläpfer (191.5yenokavan)
      Aber dass die Xenophobie (Fremdenfeindlichkeit) wieder so salonfähig wie in der Mitte des letzten Jahrhunderts werden konnte, stimmt nachdenklich.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen