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Legende: Video Kölliken: Der Kampf gegen das Gift im Fels abspielen. Laufzeit 05:22 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.04.2019.
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Sanierung der Deponie Kölliken 170 Löcher im Kampf gegen Gift im Fels

  • Im Boden unter der ehemaligen Sondermülldeponie Kölliken im Kanton Aargau hat es im Fels noch immer Schadstoffe.
  • Der Fels hatte diese Giftstoffe aus gelagerten Fässern über Jahrzehnte aufgesogen.
  • Mit Bohrungen und Wasser wird nun gegen diese angekämpft.
  • In den kommenden Monaten werden nun mit einem Schneckenbohrer 170 Löcher rund 20 Meter tief in den Boden gebohrt.

Über jene Löcher wird der verunreinigte Fels entfernt, sagt Benjamin Müller, Leiter der Sondermülldeponie Kölliken: «Mittels dieser Grossloch-Bohrungen mit einem Durchmesser von 1,5 Metern werden wir zunächst belasteter Fels aus dem Untergrund holen und diesen entsprechend der Belastung entsorgen.»

Es ist eine Zone, in der der Fels zerbrochen ist. Daher sind die Schadstoffe tiefer eingedrungen als anderswo.
Autor: Benjamin MüllerLeiter Sondermülldeponie Kölliken

Anschliessend werden der Boden und der Fels mit Wasser gespült. So könnten die letzten Schadstoffe aus dem Boden gewaschen werden. Noch rund vier bis fünf Jahre sollen diese Arbeiten dauern.

Gesamtkosten von rund 900 Millionen Franken

Die am stärksten belastete Zone sei mit drei bis vier Metern Dicke relativ schmal, sagt Müller: «Es ist eine Zone, in der der Fels zerbrochen ist. Daher sind die Schadstoffe tiefer eingedrungen als anderswo.» Diese Zone nun bei den Bohrungen exakt zu treffen unter acht bis zehn Metern Auffüllung sei von der Vermessung her relativ anspruchsvoll.

Jahrelange Sanierung der Deponie Kölliken

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Blick auf die Halle, die 2018 abgebaut wurde.
Legende:Die Halle war im vergangenen Jahr zurückgebaut worden.Keyston/Archiv

Seit 15 Jahren wird in Kölliken im Kanton Aargau nahe der Autobahn A1 die grösste Altlast der Schweiz saniert. Unter einer riesigen luftdichten, weissen Halle wurde der Giftmüll aus den 1970er und 1980er Jahren ausgebaggert. Im vergangenen Jahr konnte die Halle entfernt werden. Obwohl der Untergrund komplett ausgebaggert wurde, befinden sich in der Grube jedoch immer noch Schadstoffe.

Die Sondermülldeponie Kölliken war 1985 geschlossen worden.

Die Deponiesanierer rechnen damit, dass in etwa fünf Jahren die Grube der ehemaligen Giftmüll-Deponie wieder mit sauberer Erde aufgefüllt ist und dann Gras darüber wachsen kann. Alles in allem wird die Sanierung dieses ökologischen Sündenfalls dann gegen 900 Millionen Franken gekostet haben.

Legende: Video Aus dem Archiv: Die grösste Halle der Schweiz muss weg abspielen. Laufzeit 02:54 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 16.04.2018.
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12 Kommentare

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  • Kommentar von Mark De Guingois  (MDG)
    @Pip...ja das ist mir wohl bewusst. Eine einfache Lösung für die Umwelt gibt es nur bei einer Reihe von Idealisten und ihre Schafe. Sie folgen blind und merken nicht, dass mit der Elektromobilität an das Problem schiebt. China hat ganze Städte komplett vom Auto- und öV-Abgas befreit.. Musterstädte, die andere dafür schlimmer machen...
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  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Alleine solche Skandale rechtfertigen es, alle bürgerlichen Parteien (inkl. GLP) an der Urne jeweils nicht zu berücksichtigen!
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  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Man sollte einfach auch nicht vergessen dass da sehr viel Geld verdient wird und die Margen gewaltig sind. Wenn jeder der 30'000 belasteten Standorte in der Schweiz finanziell so ausgenutzt würde, kostet uns das hunderte milliarden von Franken.
    Geld verschwindet nicht einfach es wird irgendwo umgeleitet, sonnst müssten in Kölliken die nächsten 5 Jahre 2000 Leute an diesen Löchern Arbeiten was ich eher bezweifle.
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