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Schweiz SBB beseitigen das Nadelöhr der Schweiz

Bundesrätin Doris Leuthard hat mit einem feierlichen Spatenstich den Startschuss für den Ausbau der SBB-Strecke Olten-Aarau gegeben. In fünf Jahren soll dieser Flaschenhals im Schweizer Schienennetz auf vier Spuren ausgebaut sein – und den Viertelstunden-Takt zwischen Zürich und Bern ermöglichen.

Legende: Video Ausbau des Eisenbahn-Nadelöhrs zwischen Aarau und Olten abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.05.2015.

Bundesrätin Doris Leuthard hat in Eppenberg-Wöschnau (SO) den Startschuss für den Ausbau der SBB-Strecke Olten-Aarau gegeben. Herzstück des 855 Millionen Franken teuren Projektes ist der doppelspurige und über drei Kilometer lange Eppenbergtunnel. Der Ausbau von zwei auf vier Spuren erhöht die Kapazität auf der Ost-West-Achse, der Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes.

Den symbolischen Spatenstich machte Verkehrsministerin Leuthard gemeinsam mit SBB-Chef Andreas Meyer sowie den Baudirektoren der Kantone Solothurn und Aargau, Roland Fürst und Stephan Attiger. Der Startschuss war mit einem Baustellenfest für die Bevölkerung auf dem Installationsplatz in Eppenberg-Wöschnau verbunden.

Stau verringern

Verkehrsministerin Leuthard sagte an der Feier, der Eppenbergtunnel sei wichtig und matchentscheidend für den Ost-West-Bahnverkehr. Ein Zwischenfall hier – und die halbe Schweiz stehe still. Der Tunnel solle die Schweiz durchgängiger machen.

Mit dem Vierspurausbau würden die Schweiz und die Region aufgewertet. Sie hoffe, dass sich der Verkehrsstau ab 2020 auf der Autobahn A1 Bern-Zürich verringern werde, hielt Leuthard fest.

«Gewaltiges Bauwerk»

SBB-Chef Meyer sagte, bereits heute würden 550 Züge pro Tag auf der Strecke Olten-Aarau verkehren. Es sei ein «gewaltiges Bauwerk», das während des laufenden Bahnbetriebes ausgeführt werde. Er habe keine Angst, aber Respekt, dass an der Hauptschlagader des Bahnverkehrs gebaut werde.

Die vier Spuren ermöglichen zusammen mit weiteren Ausbauprojekten für Intercity-Züge Bern-Zürich zu Hauptverkehrszeiten einen Viertelstundentakt ab dem Jahr 2020.

Der Ausbau schafft auch die Voraussetzung für mehr Angebote im Regionalverkehr. Geplant ist ein durchgehender Halbstundentakt zwischen Olten und Aarau. Auch die Kapazitäten für den Güterverkehr werden grösser. Das Projekt ist Teil des Bahnausbauprogramms «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» (ZEB).

Karte Eppenbergtunnel
Legende: Der zweispurige, drei Kilometer lange Eppenbergtunnel wird ab 2016 mit einer Tunnelbohrmaschine ausgebrochen. SRF

Zahlreiche Arbeiten für die Beseitigung des Nadelöhrs sind bereits angelaufen. Für den Eppenbergtunnel wird die 2400 Tonnen schwere und 100 Meter lange Tunnelbohrmaschine ab Herbst 2016 vorgetrieben. Die Maschine wird sich vom Westen her 1,7 Kilometer durch reinen Fels bohren.

Mehr Signale und neue Stellwerke

Damit sich die Züge zwischen Olten-Aarau auch während den Bauarbeiten im Abstand von zwei Minuten folgen können, installierte die SBB eine neue Stellwerktechnik. Diese wird in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag in Betrieb genommen.

Dies führt zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Strecke ist ab Samstag 21.20 Uhr nur einspurig befahrbar. Ab Mitternacht bis Sonntagmorgen um 5.30 Uhr ist die Strecke komplett gesperrt.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Wer das ganze Bahnnetz (aus beruflichen Gründen) kennt, ist schon seit vielen Jahren erstaunt, dass das Nadelöhr zwischen Olten und Aarau nicht schon lange baulich entfernt wurde! Nun, endlich wird der vierspurige Ausbau in Angriff genommen! Nur, wer die Heitersberg-Linienführung (Rupperswil-Lenzburg-Killwangen) und die künftige verbesserte Linie Rothrist-Olten-Aarau analysiert, kann nicht von eine Hochgeschw. Strecke Bern-Zürich sprechen! Da bräuchte es ab Rothrist bis Zürich eine neue Linie!
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  • Kommentar von M. Fischer, Buchs
    Nadelöhr der Schweiz, tz also wirklich. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Bern-Zürich verläuft nun wirklich nicht via Aarau. Die zwei zusätzliche Röhren sind sicherlich nicht die dümmste Idee. Aber nicht wegen der Strecke Bern-Aarau-Zürich, sondern weil Aarau-Basel und Aarau-3-Seeland plus Regio-Verker (ab Aarau in alle Richtungen) die selben zwei (künftig 4) Tunnels benutzen.
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  • Kommentar von Benno Petrig, Gersau
    Ich finde diesen Bahn-Ausbau eine sehr gute Idee. Dieser Ausbau repräsentiert, wie auch der Gotthard Basis-Tunnel, oder damals die alte Gotthardstrecke, eine weitsichtige Verkehrspolitik. Und dieser kommt vielen im Land zugute.
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