SBB stärkt Nord-Süd-Verkehr

Bessere Verbindungen, besseres Rollmaterial: Reisende zwischen der Schweiz und Italien sollen künftig pünktlicher und zufriedener ankommen. Dazu haben die Bahnunternehmen Trenitalia und SBB einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Andreas Meyer, Vincenzo Soprano, Jeannine Pilloud, Mauro Moretti. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Chefs von Trenitalia und SBB, Mauro Moretti (rechts) und Andreas Meyer (links) wollen den Nord-Süd-Verkehr stärken. Keystone

Der Vertrag sieht verbindliche und einheitliche Qualitätsstandards in den Bereichen Kundenzufriedenheit, Pünktlichkeit sowie Rollmaterialverfügbarkeit und -qualität vor. Werden diese nicht eingehalten, kann das zu einem Malus von bis zu 25 Prozent der Einnahmen führen, wie SBB-Chef Andreas Meyer mitteilt.

Laut einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen sind unter anderem ab kommenden Herbst internationale Online-Tickets verfügbar. Zudem wird ab Juni 2014 der Nord-Süd-Fahrplan dank neuen Einfahrtslots im Bahnhof Mailand stabiler.

Problemzug Cisalpino

Der Cisalpino ETR 470 mit italienischer Neigetechnik gab in der Vergangenheit bei Reisenden immer wieder Anlass zu Kritik. Der «Pannenzug» verkehre oft unzuverlässig bis gar nicht, sei nicht immer sauber und eher selten pünktlich.

Wegen zahlloser Pannen und Verspätungen wurde die 1993 gegründete Cisalpino AG 2009 aufgelöst. Die Eigentümer, SBB und Trenitalia, teilten die Flotte untereinander auf.