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Die Resultate der Messungen im Neuenburgersee
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 30.09.2021.
abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
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Schiessplatz der Armee Munition im Neuenburgersee schadet Umwelt nicht «gravierend»

Messungen auf dem Luftwaffenschiessplatz im Neuenburgersee zeigen keine Belastungen durch Sprengstoff-Rückstände.

Seit den 1920er Jahren schiesst die Armee bei Forel (FR) mit Flugzeugen in das Naturschutzgebiet La Grande Cariçaie am Ufer des Neuenburgersees. Gegen 5000 Tonnen Munitionsabfälle haben sich über die Jahre dort angesammelt. In den letzten Jahrzehnten kam zwar nur noch Übungsmunition zum Einsatz, aus früheren Zeiten liegen aber auch echte Bomben und möglicherweise Blindgänger auf dem Grund des Sees.

Bericht zur möglichen Belastung

In Absprache mit den betroffenen Kantonen und Umweltschutzverbänden hat das Verteidigungsdepartement VBS im Frühling Messungen im Seeboden und im Wasser durchgeführt. Ein Bericht zeigt nun, dass dabei keine problematischen Belastungen der Umwelt festgestellt wurden. Explosivstoffe konnten keine nachgewiesen werden und die Rückstände von Schwermetallen bewegen sich im Rahmen von Messungen an anderen Orten im See.

«Nach heutigem Wissensstand sind keine gravierenden Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten», sagt der Chef Raum und Umwelt des VBS, Bruno Locher. «Allerdings gibt es noch offene Fragen, etwa zu möglichen Langzeit-Auswirkungen auf Flora und Fauna.» Das VBS hat deshalb mit Kantonen und Verbänden vereinbart, dass weitere Untersuchungen durchgeführt werden sollen. Welche Punkte damit geklärt werden sollen, wird laut VBS in einem nächsten Schritt definiert.

Legende: So sieht es aus, wenn die Armee ihre Schiessübungen durchführt: Die Munition landet im See. SRF

Die Munition muss vielleicht weg

Unabhängig davon hat Bundesrätin Viola Amherd entschieden, dass die Armee ein Räumungskonzept erstellen muss. Dieses soll bis im Sommer 2022 vorliegen und aufzeigen, wie eine allfällige Räumung der Abfälle durchgeführt werden könnte und welche Konsequenzen sie hätte. Ausserdem hat Amherd der Armee den Auftrag gegeben, abzuklären, ob längerfristig ganz auf Schiesstrainings im Naturschutzgebiet verzichtet werden kann.

Beim Umweltschutzverband Pro Natura nimmt man das zufrieden zur Kenntnis. «Endlich wird auch aufseiten des VBS anerkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht», sagt der Präsident von Pro Natura Freiburg, Marc Vonlanthen. Bisher habe die Armee immer abgewunken. «Es freut uns, dass da offenbar ein Umdenken stattfindet.» Allerdings müssten auf die Worte auch Taten folgen. Pro Natura bleibt bei seiner Forderung, dass die Armee den Schiessplatz so bald wie möglich saniert und längerfristig ganz auf Schiesstrainings im Naturschutzgebiet verzichtet.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Lukas  (Luck11)
    Kann nur hoffen das dem so ist, das ist nämlich mein Trinkwasser.
    Finde es allerdings unnötig im Jahr 2021 immer noch in den See zu ballern schon wegen der Tiere die da leben.
  • Kommentar von Hans Hegetschweiler  (hansicomment)
    Richtig müsste der Titel heissen "keine problematischen Messwerte/Messergebnisse", sonst entsteht der Eindruck, die Messmethode sei problematisch oder eben nicht problematisch gewesen.
  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Jahrelang schon diskutiert und werweisst man schon über diese Schweinereien. Derweil jede Privatperson, die hinter dem Haus eine alte Tür verbrennt und den Rest verscharrt, läuft Gefahr, verurteilt zu werden. Das ist stossend. Die Armee muss diesen Dreck restlos bergen!