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Schweizer Schweinefüsse für China (unkomm.)
Aus News-Clip vom 01.05.2020.
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Schlachtabfall als Delikatesse Schweizer Schweinefüsse unterwegs nach China

Der ersten Containerladung ist ein jahrelanges und kompliziertes Registrierungs- und Inspektionsverfahren vorausgegangen.

Schweinefleisch ist aus Chinas Küche nicht wegzudenken. Nirgends gibt es so viele Rezepte dafür wie in China. Sogar für Schweinefüsse gibt es unzählige Zubereitungsmöglichkeiten. Weil sie fett sind und einen Knochen zum Abnagen haben, gelten sie bei den Chinesen als wahre Delikatesse.

Nicht so bei uns. Füsse, Ohren, Schnörrli oder Schwänzli werden bestenfalls zu Tierfutter oder Brennstoff. Im Direktexport dieser Fleischstücke als Delikatessen nach China witterte die Fleischverarbeiterin Centravo deshalb ein Geschäft. Das Unternehmen verarbeitet Schlachtnebenprodukte von Micarna, Bell und Sutter und deckt rund Dreiviertel des Schweizer Marktes ab.

Chinesen mehrfach zu Besuch

Um den riesigen chinesischen Markt zu erschliessen, hatte Centravo deshalb 20 Millionen Franken in die neue Tochtergesellschaft Swiss Nutrivalor in Oensingen (SO) investiert, welche Schlacht- und Zerlegereiprodukte für den Export aufbereitet. Nun ist das Unternehmen bereit für den Direktexport.

Nach jahrelangen Verhandlungen hat Swiss Nutrivalor am Mittwoch den ersten, mit Schweinefüssen beladenen Container nach Schanghai verschickt. «Jetzt ist endlich alles geregelt», sagt Bereichsleiter Wolfgang Burkard. «Die unzähligen Etiketten sind richtig beschriftet und vorschriftsmässig platziert.»

Die Geschichte rund um den Export von Schweinefüssen reicht mittlerweile 12 Jahre zurück. 2007 wurde eine erste chinesische Delegation in der Schweiz begrüsst, um die Möglichkeiten des Exports nach Fernost abzuklären.

Erster Testlauf ist gelungen

Seither waren die Chinesen mehrmals zu Besuch. Sie haben Bauernhöfe und Schlachtbetriebe inspiziert und die Fabrik in Oensingen unter die Lupe genommen. Die chinesischen Behörden wollten 100-prozentig sicher sein, dass nur einwandfreie Fleischwaren aus der Schweiz geliefert werden. 2017 nahm das Werk in Oensingen den Betrieb auf.

Die offizielle Erlaubnis für den Export kam aber erst im Juni 2019. Fünf Schweizer Fleischbetriebe erhielten von China die Zulassung als Exportbetriebe. Nach einem ersten Testlauf der Logistikkette und der administrativen Abläufe ist nun der Export nach China gestartet.

Die ersten Schweinefüsse erreichen Schanghai in rund sechs Wochen.

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Exportschlager Schweinefüsse
Aus Schweiz aktuell vom 01.05.2020.
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Regionaljournal AG/SO, 01.05.2020, 12:03 Uhr

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48 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Als ich in Bern arbeitete, bin ich oft in Rest. Ringgenberg Gnagi essen gegangen. Hier muss man immer zuerst fragen, ob so etwas an Lager sei. Dabei sind Schwänzli, Oerli und Füessli super gut. En rächte guete für Die, die das no kenne und no überchöme..
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  • Kommentar von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
    Ich finde es krank, wie wir Tiere halten, um sie des Verzehrs wegen zu töten, doch nur um der "feinen" Stücke willen. Das ist eine äusserst bedenkliche Wohlstandserscheinung der dekadenten Art. Früher hielt man ein Schwein, um es für die Wintervorräte zu schlachten, nicht, um täglich ein Kotelett oder Filet auf dem Teller zu haben. Meine Mutter hat die besten Schweinsbratwürste gemacht, die ich je gegessen habe, mein Vater ass Wädli, Schnörrli, Schwänzli mit Senf und Brot. Nix mit China.
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  • Kommentar von Hans Meier  (CO2-HAHA)
    Schweinefüsse und Ohren schmecken richtig lecker ist eine Schande das viele diese nur als Abfallprodukt abstempeln!!
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