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Legende: Audio Luxusgüterkonzern Kering schliesst Logistikzentrum abspielen. Laufzeit 03:34 Minuten.
Aus Echo der Zeit vom 22.05.2019.
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Schlag fürs Tessin Gucci-Besitzer Kering streicht 400 Stellen

  • Der französische Mode-Koloss Kering schliesst sein Logistikzentrum Luxury Goods International (LGI) von St. Antonino (TI) und zügelt ins italienische Novara.
  • Dies bestätigt die Geschäftsleitung gegenüber RSI.
  • Die Firma zieht laut eigenen Angaben aus organisatorischen Gründen um. In Novara wird das Unternehmen seine gesamte Logistik an einem Ort konzentrieren können.
  • Die 400 betroffenen Stellen werden nach Italien verlegt. Bei den Arbeitern handelt es sich vorwiegend um Grenzgänger.

Bereits vergangenen Herbst wurden Stellen der Logistiktochter nach Italien verschoben. Man habe die Aktivitäten und damit auch die Zahl der Mitarbeitenden im Tessin stark reduziert, erklärte die Kering-Tochter LGI in einer Stellungnahme, nachdem die geplanten Verlagerungen in Medienberichten bekannt wurden. Wieviele der Mitarbeitenden davon betroffen sind, wollte die Firma nicht beziffern.

Von Seiten der Gewerkschaft ist derweil die Rede von 400 der insgesamt rund 800 Arbeitsplätze, die an den Tessiner LGI-Standorten verloren gehen.

Verlagerung ins Piemont

Lediglich an die 15 Personen hätten ihren Wohnsitz in der Schweiz, sagte Scolari weiter. Den Betroffenen biete LGI eine Weiterbeschäftigung in Novara etwa fünfzig Kilometer westlich von Mailand an.

Die Verlagerung der Stellen soll schrittweise in den Jahren 2020 bis 2022 erfolgen, hiess es weiter. Davon nicht betroffen ist der Standort in Cadempino.

Legende: Video Kering streicht 400 Stellen (italienisch) abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus News-Clip vom 22.05.2019.

Steuer-Deal mit Rom

An den Logistikstrukturen im Tessin werde man weiterhin festhalten, ergänzte LGI. Im Tessin betreibt LGI insgesamt rund zwanzig Lagerhallen. Die Kapazitäten seien in den vergangenen Jahren gar ausgebaut worden.

Der Konzern Kering war vor wenigen Tagen auf ein Milliarden-Deal mit dem italienischen Fiskus eingegangen. Der Betrieb im Tessin wurde mit Steuerhinterziehung in Zusammenhang gebracht. Laut der Gewerkschaft OCST hat die Umstrukturierung aber nichts damit zu tun.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Lothar Drack  (samSok)
    Ein weiteres Beispiel für die Willkür in globalisierten Wirtschaftszweigen, wo die Modebranche ein Spitzenreiter ist, mit regionalen Auswirkungen. Zu hoffen, dass die Betroffenen in Novara zu fairen Bedingungen weiterarbeiten können. Geradezu super scheint mir das für die Magadinoebene: pro Tag 400 Anfahrten und 400 Rückfahrten weniger, ich wette grossmehrheitlich je im eigenen PW...
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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Ist die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland wirklich so schlimm?

    Ist es wirklich so schlimm, wenn in der Schweiz Arbeitsplätze, die überwiegend von Ausländern besetzt werden, ins Ausland verlagert werden? Das Ausland ist doch heute mehr auf Arbeitsplätze angewiesen als die Schweiz. Einfache Arbeitsplätze in der Logistikbranche haben in der Schweiz kaum noch Chancen.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Und wenn die Italienischen Arbeiter in Italien wieder einmal streiken, kehrt der Konzern wieder in die CH zurück... Oder wenn der Manager wechselt, oder die sonstige Strategie, oder zügelt nach Laos oder Südsudan, da dort noch billiger gearbeitet wird.
    Es werden nie die wirklichen Kosten berechnet. Es zählen nur schöne Gebäude wo sich Manager davor ablichten können und Quartalszahlen...
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