Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Rauchinseln an Bahnhöfen abspielen. Laufzeit 03:07 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.06.2019.
Inhalt

Schrittweise Umstellung An diesen vier Bahnhöfen wird es nun eng für Raucher

  • Seit heute gibt es in der Schweiz die ersten vier rauchfreien Bahnhöfe mit Raucherbereichen.
  • Ab Anfang Juni 2019 seien die Bahnhöfe in der Schweiz prinzipiell rauchfrei, hiess es Ende November 2018 von den Verantwortlichen. Doch die Raucherzonen auf den Perrons kommen schrittweise.
  • 2018 wurden an sechs Schweizer Bahnhöfen verschiedene Nichtraucherregelungen getestet.

Als Erste wurden am Dienstag die Berner Bahnhöfe Burgdorf, Lyssach, Hindelbank und Schönbühl SBB mit Raucherzonen ausgerüstet. Bis Mitte 2020 sollen die Raucherbereiche an allen knapp 2000 Bahnhöfen der SBB, der BLS, der SOB, der SZU, der ZB und der TPF schrittweise installiert werden. Die Test-Bahnhöfe Basel SBB, Neuenburg und Zürich Stadelhofen bleiben bis zur Umrüstung rauchfrei.

Bis Ende Oktober sollen knapp 1000 Bahnhöfe umgerüstet sein. Und bis Mitte 2020 darf in den meisten Schweizer Bahnhöfen wohl nicht mehr unbeschränkt geraucht werden.

200 Tonnen Stummel im Jahr

Rauchfreie Bahnhöfe seien in der Bevölkerung breit abgestützt, teilte der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) mit. Denn mehr Sauberkeit und bessere Luft trügen zu einem angenehmeren Aufenthalt der Kundinnen und Kunden bei. Mit den Raucherbereichen kämen die Verkehrsbetriebe aber auch den Raucherinnen und Rauchern entgegen.

Ein Raucher in einer Raucherzone
Legende: In den nächsten Monaten sollen knapp 1000 Bahnhöfe mit Raucherzonen ausgerüstet sein. Keystone

Trotz Aschenbecher auf den Perrons landeten heute nach wie vor zwei Drittel aller Zigarettenstummel auf den Gleisen. Das seien 550 Kilogramm pro Tag oder 200 Tonnen pro Jahr. Die definierten Raucherzonen sollen dazu beitragen, diese Verschmutzung zu verringern.

Markierte Bereiche

Nach der Einführung der rauchfreien Bahnhöfe wird das Rauchen nur noch in markierten Bereichen auf den Perrons und vor den Bahnhöfen erlaubt sein. An grossen Bahnhöfen mit langen Perrons und Fernverkehrsverbindungen sind zwei Raucherbereiche pro Perron geplant, an mittleren Bahnhöfen einer und an kleinen Bahnhöfen und Haltestellen soll es an den Eingängen Raucherzonen geben.

Einen gesetzlichen Rahmen für Bussen gegen renitente Raucher gibt es vorerst nicht. Das Projekt basiere «auf der unternehmerischen Freiheit der Transportunternehmen, nicht auf einem gesetzlichen Auftrag», hiess es beim BAV dazu.

Gemäss VöV sind die Verkehrsunternehmen lediglich «angehalten», die Regelung umzusetzen. Doch die Umstellung liege auch für eher regionale Transportunternehmen «auf der Hand», wird Vincent Ducrot, Direktor der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF in der VöV-Mitteilung zitiert. Es handle sich um eine «echte Massnahme für die öffentliche Gesundheit», die auch den Forderungen des Bundesamtes für Verkehr (BAV) hinsichtlich des Qualitätsmanagements entspreche.

Aufwendige Arbeiten

Bereits Mitte 2018 hatte der VöV angekündigt, die Schweizer Bahnhöfe ab Anfang Juni dieses Jahres rauchfrei zu gestalten. Mit den Raucherzonen sollten die Bedürfnisse von Nichtrauchenden und Rauchenden gleichermassen berücksichtigt werden. Doch anscheinend sind die Änderungen aufwendig und vor allem kleinere Bahnhöfe brauchen deshalb mehr Zeit, die Neuerungen umzusetzen.

2018 wurde an sechs Bahnhöfen in der Schweiz drei verschiedene Nichtraucherregelungen getestet. Ein komplett rauchfreier Bahnhof (Basel SBB, Nyon VD, Zürich Stadelhofen), Raucherzonen auf den Perrons (Bellinzona) sowie Raucherlounges (Neuenburg) wurden dabei ausprobiert.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

42 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Fabrizio Gamp  (Fgamp)
    Das Problem "Zigaretten aufs Gleis werfen" könnte viel einfacher und bereits jetzt gelöst werden, wobei solche Raucher jegliche Kosten übernähmen. Polizisten in zivil gehen zu Eingängen der Zugswagen, vor welchen in der Nähe ein soeben Rauchender und kein Ascheneimer steht, und ein Stummelwegwurf wäre dabei einfach zu erkennen. Aus Erfahrung, bei stark befahrenen Bahnhöfen & Zügen würde jeder Polizist einen solchen Raucher erwischen und bei Busse 100 Fr. wäre sein Aufwand durchaus bezahlt...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Und wer zahlt diese Polizisten? Der Steuerzahler oder Bahnkunde
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Krebs Alfred  (A.Santiago)
    Ich bin bis zu meiner Pensionierung immer von Schliern b Köniz mit dem Bus zum Bahnhof Bern dann mit dem Zug nach HB Zürich und dann mit dem Tram zu meinem Arbeitsplatz gefahren. Bei jeder Haltestelle und jedem Peron lagen haufenweise Zigarettenstummel am Boden. Bei der Tramhaltestelle beim HB Zürich hat es Raucher gegeben, wenn das Tram am einfahren war, wurde noch schnell eine Zigarette angezündet hastig drei vier Züge genommen und dann an den Boden geworfen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Gertsch  (Rolf93)
    Was mich fast mehr stört als das rauchen sind difuse Gestalten in gewissen Bahnhöfen und "Kulturzentren" wie die Reithalle in Bern. Ps Bin NR
    Ablehnen den Kommentar ablehnen