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Schweiz übernimmt EU-Recht Jetzt kommt die Registrierungspflicht für Drohnen

  • Ab Juni 2020 gilt für Drohnen eine Registrierungspflicht.
  • Die Schweiz übernimmt entsprechende Bestimmungen der EU zu unbemannten Luftfahrzeugen.
  • Vorläufig keine Änderungen gibt es für den Modellflug.
Legende: Video Aus dem Archiv: Registrierungspläne für Drohnen abspielen. Laufzeit 04:09 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.10.2017.

Drohnenpiloten fliegen ab dem 1. Juni 2020 im ganzen europäischen Luftraum nach denselben Regeln. Die gemeinsame Regulierung erlaube grenzüberschreitenden Technologietransfer und schaffe eine Grundvoraussetzung für die wachsende Industrie, schreibt das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl).

Heute dürfen Drohnen mit weniger als 30 Kilogramm Gewicht grundsätzlich ohne Bewilligung geflogen werden – sofern der Pilot Sichtkontakt zum Flugobjekt hat. Die EU-Bestimmungen bringen nun eine Registrierungspflicht für Drohnen mit einem Gewicht von 250 Gramm oder mehr, und die Piloten müssen online eine Prüfung ablegen.

Kleinere Drohnen müssen ebenfalls registriert werden, wenn sie eine Kamera tragen. Drohnen müssen wie bisher mit Sichtkontakt betrieben werden und dürfen nicht mehr als 120 Meter über Grund fliegen.

Ausnahmen für Modellflug

Wer Drohnen selbstständig abheben lassen will, muss mindestens 16-jährig sein – die Aufsichtsbehörden der Länder können das Mindestalter indessen bis auf 12 Jahre senken. Die Drohnen müssen gewissen Grundstandards entsprechen und erhalten ein CE-Gütesiegel.

Vorläufig keine Änderung gibt es für Modellflugzeuge – sofern diese in Verbänden und innerhalb von Organisationen benutzt werden, wie das Bazl schreibt. Sie könnten «weitgehend» im bisherigen Rahmen betrieben werden.

Wo darf ich mit meiner Drohne fliegen?

Der Bundesrat hatte bisher keinen Regulierungsbedarf für die Modellfliegerei gesehen. In der Antwort auf einen Vorstoss aus dem Parlament hielt er jedoch fest, dass er keine Ausnahme für Modellflieger von der Regelung beantragen wolle – der Modellflug müsse angesichts wirtschaftlicher Interessen zurückstehen.

Bestimmungen zu Luftfahrt und Brexit

In den Erläuterungen des Bazl zur Übernahme der neuen europäischen Drohnenregulierung heisst es nun, dass diese Regulierung genügend Spielraum für Ausnahmen lasse für den traditionellen Modellflug. Diese Regelung will das Bazl in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Modellflugverband (SMV) erarbeiten.

Der Gemischte Luftverkehrsausschuss Schweiz-EU hat nicht nur die Übernahme der Drohnenregulierung beschlossen, sondern auch neue Bestimmungen der EU zu Luftfahrt und Brexit, die ab 1. September gelten. Schweizer Hersteller von Flugmaterial können damit ihre Produktion weiterführen und Erzeugnisse weiterhin einsetzen.

Bei der Verhütung von Anschlägen geht es um die Sicherheit auf Flughäfen und die Überarbeitung von Vorschriften für die Hintergrundüberprüfung und den Einsatz von Geräten zum Aufspüren von Sprengstoff. Für Flüge aus Grossbritannien, die in der Schweiz zwischenlanden, sind keine zusätzlichen Sicherheitskontrollen vorgeschrieben.

Grafik Drohnen
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17 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Dem Staat läuft alles aus dem Ruder. Wie will man kontrollieren ob jeder seine Pflicht erfüllt, wenn er mit der Drohne unterwegs ist. Das man online eine Prüfung ablegen, ist lächerlich, es brauch eine richtige Prüfung für Drohnen. Je mehr Drohnen in nächster Zeit unterwegs sein werden umso gefährlicher wird es. Zu viele Hobby Drohnen Fliegerei.
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  • Kommentar von Fritz Rueegsegger  (Matterhorn+234)
    Natürlich geht von Drohnen eine gewisse Gefahr aus, dass zeigen die Beinahe-Unfälle im Flugverkehr und bei Sportveranstaltungen. Zudem werden Drohnen auch benutzt, um in die Intimsphäre der Menschen einzudringen. Deshalb ist es richtig, den Gebrauch zu regeln und zu limitieren. Wenn in der EU eine vernünftige Regelung besteht, muss man das Rad nicht neu erfinden. Das hat nichts mit einem Diktat der EU zu tun. Einheitliche Regelungen sind zu begrüssen.
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  • Kommentar von Martin Felder  (donmartino77)
    Ich habe mir selber vor ein paar Monaten eine Drohne zugelegt, die schwerer als 250g ist. Zuvor habe ich mich über die gestzlichen Vorschriften informiert. Ich habe kein Problem damit, meine Drohne zu registrieren und eine Prüfung abzulegen. Die meisten Drohnenpiloten sind über alle gesetztlichen Vorschriften wie Flughöhe, Versicherung etc. bestens informiert. Womit ich aber ein Problem habe ist, das alle Drohnen Piloten über einen Kamm geschehrt werden.
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