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Schweiz Schweizer Armee setzt erstmals fliegende Scharfschützen ein

Während der OSZE-Ministerratskonferenz in Basel von Anfang Dezember setzt die Armee erstmals bewaffnete Helikopter zur Sicherung des Luftraums ein. Das bestätigt der Chef Einsatz Luftwaffe gegenüber «10vor10».

Legende: Video «Erstmals bewaffnete Armee-Helis im Einsatz» abspielen. Laufzeit 2:53 Minuten.
Aus 10vor10 vom 26.11.2014.

Für die Sicherung des Luftraums über der Stadt Basel ist während der OSZE-Konferenz die Luftwaffe zuständig. Zur Bekämpfung von langsam fliegenden Flugobjekten werden erstmals Helikopter mit Bordschützen eingesetzt. Die Funktion des Bordschützen wird von Mitgliedern einer Sondereinheit der Armee übernommen. Diese Soldaten sind mit speziellen Präzisionsgewehren ausgerüstet.

Abschussbefehl vom Bundesrat

«Wenn ein Flugobjekt auf Anweisungen nicht reagiert, kann der Helikopter-Bordschütze Warnschüsse abgeben», erklärt Divisionär Bernhard Müller in «10vor10». «Im Ernstfall muss er ein Flugobjekt unter Beschuss nehmen.»

Den Einsatzbefehl für einen Abschuss muss Verteidigungsminister Ueli Maurer geben. Die bewaffneten Helikopter sollen gegen langsam fliegende Fluggeräte wie andere Helikopter, Ultraleicht-Flugzeuge oder Gleitschirm-Piloten zum Einsatz kommen. Die Helikopter sind als Ergänzung zu den Kampfjets gedacht, welche den Luftraum in grosser Höhe überwachen.

Für die Bewaffnung von Helikoptern für den Konferenzschutz sind gemäss Armee keine rechtlichen Anpassungen nötig.

Drohnenverbot über Basel

Während der OSZE-Konferenz gilt für die ganze Stadt Basel ein Flugverbot für jegliche Art von Drohnen. Für die Durchsetzung dieses Verbots ist aber nicht die Armee, sondern die Polizei zuständig. Die Basler Polizei sei sich der Gefahr durch Drohnen bewusst und entsprechend vorbereitet, sagt ein Sprecher zu «10vor10».

41 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Schärer, Engadin
    Das bringt mich aber zum Lachen! Ich hab zuerst mal googeln müssen, um was bei es der OSZE überhaupt geht. Und dass dabei so wichtige Leute mitmachen, dass man Basel zur Sperrzone erklären muss, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und somit ist mein Tag wieder gerettet - hab selten so gelacht!
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Die OSZE seit der Ukraine-Krise & insbesondere 2014, wo unser BR D. Burkhalter Präsident dieser ist, spricht aber nicht gerade für Sie, dass Sie heute erst gegoogelt haben, worum es bei der OSZE geht. Dort sind Menschen, u. a auch Schweizer/Innen dabei, die ihr Leben bei ihren Einsätzen zu riskieren. Ein Schweizer wurde in der Ost-Ukraine sogar getötet.
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Das ist einmal ein sinnvoller Armee-Einsatz. Bravo Bundeesrat Burkhalter und weiter so.
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  • Kommentar von M. Reinhard, Bern
    Überrascht lese ich hier die überwiegend negativen Kommentare zur Konferenz. Dabei sind doch die Auswirkungen zeitlich und räumlich beschränkt. Auf der anderen Seite steht ein gestiegener Bekanntheitsgrad. Finanzielle Bedenken sind auch unangebracht, weil hier eine Plattform zum Dialog geboten wird, ein Beitrag zur Lösung des Konflikts in Osteuropa. Die Schweiz profiliert sich somit als Vermittler und hilft, den Flickenpullover wieder zusammenzulismen. Aktive oder Passive Neutralität?
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Und unser BR D. Burkhalter noch bis Januar Präsident der OSZE ist, wir auch Mitglied sind, ist es naheliegend, dass die Schweiz als Gastgeber auftritt.
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    2. Antwort von Christa Wüstner, Reinach
      Herr Waeden, dem ist absolut nichts hinzuzufügen. Nur der enorme Einsatz dafür macht sehr nachdenklich. Und er Terror wird schlimmer werden, wie sehen dann die nächsten Jahre aus. Das macht vielen Angst.
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    3. Antwort von Silvia Gilgen, Burgdorf
      Ihre Einschaetzung in Ehren, M. Reinhard, aber wenn Sie das, was die Schweiz seit einigen Jahren betreibt noch neutral nennen wollen, dann ist Ihnen das eine oder andere offensichtlich entgangen.
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    4. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @Ch. Wüstner: Da es ja auch Warnungen vor Terroranschlägen in der Schweiz gibt, was Angst macht, ist dieser Aufwand an Sicherheitsvorkehrungen eben mehr als gerechtfertigt.
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