Zum Inhalt springen

Header

Video
Berset wirbt in Wien für die Schweiz
Aus Tagesschau vom 09.01.2018.
abspielen
Inhalt

Schweizer Börsengesetze Van der Bellen sichert Berset Unterstützung zu

  • Österreich will sich für eine gütliche Regelung zwischen der EU und der Schweiz bei der Gleichwertigkeit der Schweizer Börse einsetzen.
  • Dies versprach Bundespräsident Van der Bellen beim Staatsbesuch von Bundespräsident Alain Berset der Schweiz.

In «bestimmten institutionellen Fragen» und in «Fragen im Finanzsektor» werde Wien Bern beistehen, sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Konkret nannte er die im Dezember von der EU-Kommission auf ein Jahr begrenzte Gleichwertigkeit der Schweizer Börse. Er sei selbst «ein wenig überrascht über die Entscheidung der Kommission» gewesen.

«Wir kennen uns sehr gut»

Österreich werde sich dafür einsetzen, dass die Angelegenheit «im Interesse unserer Schweizer Freunde» gelöst werde – und zwar nicht erst während der österreichischen Ratspräsidentschaft, sondern schon vorher. Österreich wird in der zweiten Jahreshälfte die EU-Ratspräsidentschaft von Bulgarien übernehmen.

Beide Staatsoberhäupter betonten die «sehr guten» Beziehungen zwischen Österreich und der Schweiz. «Wir kennen uns sehr gut», sagte Bundespräsident Berset. Die beiden Länder seien auf wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Ebene eng miteinander verbunden. Er freue sich sehr, dass ihn seine erste Auslandsreise als Bundespräsident nach Wien führe.

«Nicht immer leicht zu verstehen»

2018 sei für die Schweiz in europapolitischer Hinsicht ein wichtiges Jahr, erklärte Berset. Er habe sich auch deswegen über die Prioritäten der österreichischen Präsidentschaft informieren lassen und werde den Kontakt mit Österreich in den kommenden Monaten intensiv suchen.

Auch Van der Bellen sprach von «ausgezeichneten» Beziehungen mit der Schweiz und betonte vor allem die «sehr intensiven Kontakte» auf wirtschaftlicher Ebene. Die Entwicklungen in der Schweiz seien «sehr interessant zu beobachten» und aufgrund der vielen politischen und institutionellen Unterschiede «nicht immer leicht zu verstehen», so Van der Bellen.

Umgekehrt sei Österreich für die Schweiz nicht nur als «unmittelbarer Nachbar» interessant, sondern auch als Mitglied der Europäischen Union. «Das bedeutet natürlich, dass man laufend Kontakte entwickeln muss», um sich bei bestimmten Fragen gegenseitig zu unterstützen. Van der Bellen zeigte sich optimistisch, dass die Fragen «so wie bisher» «im gegenseitigen Einvernehmen» lösbar sein werden.

Kurz und Berset.
Legende: Kurz und Berset beim Staatsbesuch in Wien. Keystone

Treffen mit Kurz

Als Beispiel für die hohe Problemlösungskompetenz der Schweiz in EU-Fragen nannte Van der Bellen die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative «in ein EU-kompatibles Gesetz». Dafür habe er «höchste Bewunderung». Es sei «nicht so einfach, die Erfordernisse der direkten Demokratie mit anderen politischen, vor allem europapolitischen Fragen in Übereinstimmungen zu bringen.»

Berset traf auch mit dem neuen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz zusammen. Des weiteren standen Gespräche mit Sozialministerin Beate Hartinger-Klein von der FPÖ und mit Kanzleramtsminister Gernot Blümel von der ÖVP auf dem Programm des eintägigen Staatsbesuchs.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Marc Bühler  (Capten Demokratie)
    Wem dem so Wäre, weshalb ist es denn durchgekommen? Nein, wenn Österreich uns hätte helfen wollen hätten sie auf die dauerhafte ekwalenz gepocht bei der EU! Wir haben keine Freunde in der EU, nur Partner!
  • Kommentar von Christophe Bühler  ((Bühli))
    Ich traue keinem Genossen, der Soz. Internationalen, auch wenn der zweite Genosse mittlerweile Grün geworden ist.
    1. Antwort von Theres Keiser  (TheKe)
      Schöner Rundumschlag. Da ergänze ich doch gerne: Trau dem nicht, der dir nicht traut. Aber die immer mehr zelebrierte Misstrauenskultur bringt uns nicht weiter.
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Und für wer wirbt er in Davos, wenn er sich mit seinem Amtskollegen Trump trifft?