Schweizer Landliebe

Drei von vier Schweizern wollen in einem Dorf leben: Das zeigt eine repräsentative Umfrage. Die Landliebe schafft aber Probleme.

Das Bild zeigt ein traditionelles Bauernhaus, im Hintergrund das Dorf Appenzell. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Mehrheit der Schweizer sehnt sich nach dem Leben auf dem Dorf. Swiss-Image

Die Schweizer zieht es aufs Land: Laut einer repräsentativen Umfrage der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) würden drei Viertel am liebsten in einem Dorf leben. Auch Kleinstädte stehen hoch im Kurs. Grössere Städte hingegen schnitten in der Umfrage schlecht ab: Nur jeder Dritte der 1200 Befragten gab an, gerne in einer Stadt leben zu wollen.

Für die Forschenden der WSL ist der Wunsch nach Wohnen auf dem Land heikel. Mache man in der Schweiz weiter wie bisher, würden ländliche Regionen grossflächig in geringer Dichte besiedelt, während Dörfer wegen des gut ausgebauten Verkehrs zu Pendler-Schlaforten würden.

Als Lösung schlagen die WSL-Forschenden vor, regionale Zentren zu lebendigen Kleinstädten werden zu lassen - mit dichter Bebauung, gepflegten historischen Bauten und guter Verkehrserschliessung. Umliegende Dörfer jedoch sollten auf den Ausbau der Verkehrs-Infrastruktur verzichten.