Schweizer Offiziere im Kongo überfallen

Im Kongo sind zwei Schweizer Offiziere überfallen worden. Sie arbeiten für die UNO-Mission Monusco. Der Vorfall ereignete sich vor gut einer Woche. Die Betroffenen blieben unverletzt.

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Monusco

Die Mission de l'Organisation des Nations Unies en République Démocratique du Congo (Monusco) existiert seit 30. November 1999. Neben der Schweiz sind auch Grossbritannien, Kanada, Norwegen oder Russland militärisch vertreten.

Insgesamt sind nach UNO-Angaben derzeit knapp 17'000 UNO-Soldaten in dem zentralafrikanischen Land stationiert.

Der Swissint-Sprecher Hans-Jörg Ruh bestätigte eine Meldung der «Basler Zeitung». Demnach wurden zwei Schweizer Offiziere im Osten des Kongo am Dienstag vergangener Woche überfallen. Die beiden Schweizer nehmen als unbewaffnete Militärbeobachter an der UNO-Friedensmission Monusco teil.

Die beiden Soldaten wurden nach dem Überfall in die Hauptstadt Kinshasa in Sicherheit gebracht.

Für gefährliche Situationen ausgebildet

Das für die Schweizer Auslandeinsätze zuständige Swissint-Zentrum im Verteidigungsdepartement VBS habe nicht von sich aus informiert. Das, um die Sicherheit der betroffenen Offiziere nicht zu gefährden, sagte Ruh weiter.

Bei dieser Art von freiwilligem Auslandeinsatz müsse jedoch mit erhöhter Gefahr gerechnet werden. Auf gefährliche Situationen wie die eines bewaffneten Überfalls würden die Soldaten in der Ausbildung vorbereitet.

UNO bringt Soldaten in die «sichere» Hauptstadt

Derzeit nehmen laut Swissint insgesamt ein knappes Dutzend Schweizer an der Monusco in der Demokratischen Republik Kongo teil, die Mehrheit davon Offiziere.

Bisher waren die UNO-Friedenssoldaten an verschiedenen Orten im Land stationiert. Nun versucht sie die Monusco-Leitung möglichst in die Hauptstadt Kinshasa zu bringen, wo die Lage am sichersten ist.