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Schweiz Schweizer Physik-Nobelpreisträger gestorben

Heinrich Rohrer, einer der Väter der Nanotechnologie ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Für das Raster-Tunnel-Mikroskop erhielt er zusammen mit Gerd Binnig 1986 den Nobelpreis für Physik.

Legende: Video Physiker Heinrich Rohrer gestorben abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.05.2013.

Der studierte Physiker interessierte sich vor allem für das kaum Sichtbare. Nach Studien- und Forschungsjahren im In- und Ausland kam er 1963 ans IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon (ZH).

Im Forschungszentrum erforschte er kleinste Fehler auf der Oberfläche von Silizium-Kristallen, die einer weiteren Miniaturisierung von Computerchips im Wege standen. 1978 holte Rohrer den deutschen Physiker Gerd Binnig nach Rüschlikon, weil dieser auf demselben Gebiet forschte.
Gemeinsam bauten sie das Raster-Tunnel-Mikroskop. Mit diesem Instrument liessen sich erstmals die kleinsten Teilchen – Atome und Moleküle – sichtbar machen, neu arrangieren und erforschen. Rohrer und Binnig schufen damit den Grundstein für die Nanotechnologie. Für ihre Erfindung erhielten sie 1986 den Nobelpreis für Physik.

Am vergangen Donnerstag ist Rohrer nach langer Krankheit im 80. Altersjahr
zu Hause in Wollerau (SZ) verstorben. Das teilte seine Familie mit.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    1) Heini Rohrer (HR) war nicht nur ein brillanter Physiker sondern auch ein guter Mensch. 1971 hatte ich die Ehre im IBM Forschungslabor mit Dr. Keith W. Blazey in der Parallelgruppe von HR zu arbeiten. Gemeinsamer Chef war A. Müller, welcher Nobelpreis für die Supraleitung nach Heini Rohrer empfing. Jeden Dienstag wurde in der Kantine Blut- und Leberwurst angeboten und ich erinnere mich sehr wohl daran, wie die schöne Empfangsdame (Name leider vergessen), an unserem Tisch die
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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    2) Nase rümpfte, wenn der Dr. und ich, uns an der Blut und Leberwurst erlabten. Die Schöne war damals ein ausgesprochener Fan von Bernhard Russi. Inzwischen habe ich viel Blut -und Leberwurst gegessen, den Nobelpreis aber NIE erlangt. Macht aber auch nichts denn zuallerletzt zählen weder Amt und Würde oder Rang und Namen oder Ehre und Ruhm oder das Ansehen der Person oder des Geschlechtes, ja, nicht einmal Länge und Last der Arbeit der Berufenen, sondern der Herr des Weinberges
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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    3) krönet die Arbeiter der letzten Stunde zu den Höchstbegnadetsten. Inzwischen haben Fachleute auch festgestellt, dass nicht alle Anwendungen der Nanotechnologie gefahrlos anzuwenden sind, weil die kleinen Partikel durch keinen Filter zurückgehalten werden können, ins Blut gelangen und - ähnlich Asbest - Krebs erzeugen.
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