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Schweizer Premiere Erste Lachse aus Lostallo

Zwei Jahre sind die Lachse in der ersten Schweizer Indoor-Lachszucht in Lostallo gewachsen. Nun werden sie «geerntet».

Legende: Video Erster Schweizer Indoor-Lachs wird «geerntet» abspielen. Laufzeit 00:42 Minuten.
Aus SRF News vom 21.09.2018.

Rund 3,5 Kilo schwer sind die Lachse mittlerweile. Vor wenigen Tagen haben die Betreiber mit der ersten Schlachtung begonnen. Die Lachse bekommen einen Stromschlag und danach zwei Kiemenschnitte. Somit sind sie betäubt und sofort tot. Ein Teil der Lachse kommt als Frischfisch auf den Markt, der andere Teil wird vor Ort geräuchert.

Nur wenige ähnliche Anlagen gibt es in Nordeuropa und Amerika. Die geschlossene Kreislaufanlage rezykliert 95 Prozent des verbrauchten Wassers. Gerade mal fünf Prozent Frischwasser wird benötigt.

Für den Schweizer Markt

Produziert wird vorwiegend für den Schweizer Markt. Mit der Indoor-Lachszucht sollen nämlich die langen Distributionswege wegfallen und der Fisch möglichst frisch auf den Teller kommen.

Auch wenn die Indoor-Kreislaufanlage viele Vorteile habe, dem Tierwohl könne sie nie wirklich gerecht werden, sagt Billo Heinzpeter Studer vom Verein «Fairfish»: «Das ist in einer Fischzucht nicht möglich. Ob das eine geschlossene Kreislaufanlage ist, ein Fliesskanal oder ein Netzkäfig – der Raum ist immer ganz eng.»

Roland Herculeijns von der «Swiss Alpine Fish AG» in Lostallo (GR) hält dagegen: In der Indoor-Lachszucht sei der Fisch geschützt vor Parasiten, Feinden und Umwelteinflüssen. «Hier leben sie bestimmt stressfreier als in der Natur.»

Legende: Video Erste Lachse sind parat abspielen. Laufzeit 04:48 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 21.09.2018.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    Quelle SRF 15.12.2015: "Gift auf den Teller- Pestizide im Zuchtlachs" Ethoxyquin habe im Tierfutter nichts verloren. Für Fleisch gibt es Grenzwerte, jedoch nicht für Fisch. Die Kontrollbehörden können deshalb auch nichts tun. Deshalb Zuchtlachs Nein Danke!!
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Man sollte nicht alles in den gleichen Topf werfen. Zitat vom Betrieb, um dem es in dem Artikel eigentlich geht: "Unsere Mitarbeiter kontrollieren die automatische Futteranlage, welche ausschliesslich speziell entwickeltes und qualitativ hochwertiges Fischfutter nutzt. Dieses ist frei von Ethoxyquin und wird in Europa hergestellt"
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Lachse sind Wanderer und legen in freier Natur weite Strecken zurück. In Zuchten werden sie meist in Netzkäfigen oder Becken gehalten, die nur das Schwimmen im Kreis erlauben. Das grösste Fischwohlproblem bei der Lachszucht besteht im Einsperren einer Art, die viel mehr Bewegungsfreiheit braucht, als eine Fischfarm je bieten kann. Wer die Wanderung der Lachse schon gesehen hat ist fasziniert und sollte alles tun Wildlachse zu schützen indem man weniger davon isst.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Von der raren Delikatesse hat sich der Lachs zur alltäglichen Massenware gewandelt.Das hat seinen Preis. Doch was essen wir eigentlich, wenn wir Zuchtlachs essen? Es werden jährlich über 20 Millionen Tonnen Kleinfische für den Zweck gefangen, zu Fischfutter verarbeitet zu werden.Da trägt die boomende Fischzucht eher zur Belastung der Wildbestände bei, ganz abgesehen davon, dass freilebende Grossfische weniger zu fressen haben.Der Lachs ist ein Wanderer durch die Weltmeere und deshalb artgerecht.
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