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Schweiz Schweizer Zoll fängt Cannabis-Briefe ab

Tausende Postsendungen wurden seit Anfang Jahr vom Schweizer Zoll abgefangen. Der Wert der beschlagnahmten Cannabissamen ist beträchtlich. Gegen die Empfänger wurden Strafverfahren eingeleitet.

Legende: Video Hanfsamen per Post abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.05.2015.

In den Monaten Januar bis April 2015 hat der Schweizer Zoll eine erhebliche Zunahme an Einfuhren von Cannabissamen im internationalen Postverkehr festgestellt. In knapp 3000 Sendungen wurden rund 50'000 Samen sichergestellt. Bei einem durchschnittlichen Wachstum könnten damit rund 2 Tonnen getrocknetes Marihuana mit sehr hohem THC-Gehalt produziert werden. Dies entspricht einem Marktwert zwischen 14 und 24 Millionen Franken.

Die sichergestellten Cannabissamen wurden vorwiegend in Onlineshops im Internet bestellt und in die Schweiz geliefert. Damit lassen sich Pflanzen mit einem bis zu 25-mal höheren THC-Gehalt als der gesetzliche Grenzwert von einem Prozent erzeugen. Sie fallen deshalb unter das Betäubungsmittelgesetz. Dieser THC-Gehalt verleiht den daraus produzierten Betäubungsmitteln auch eine entsprechende Gefährlichkeit.

Ermittlungen durch kantonale Behörden

Sämtliche Sendungen wurden an die zuständigen kantonalen Behörden des jeweiligen Empfängerkantons weitergeleitet. Diese führten darauf die weiteren Ermittlungen. Gemäss ersten Rückmeldungen aus verschiedenen Kantonen konnten aufgrund dieser Sendungen bereits einige professionell betriebene Hanf-Indoorplantagen ausgehoben werden.

Der Schweizer Zoll kontrolliert die internationale Brief- und Paketpost in den Postzentren. Mitarbeitende des zivilen Zolls und des Grenzwachtkorps führen die Kontrollen durch.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Mirco Casablanca, Pfäffikon
    Für 30 Hanfsamen beazhlt man mindestens 800.- Busse+Schreibgebühr. Bei 3000 Lieferungen sind das mindestens 2,4.- Mio Franken an Steuereinnahmen. Somit wird der Drogenhandel durch unseren Polizei-Staat doch nur gefördert, da man sich nicht mal mehr zum Eigengebrauch ein paar Hanfpflanzen auf dem Balkon anpflanzen kann. Mich würde es mal interessieren, wie lange das Volk noch weg sieht und sich diese Bevormundung von unseren Politikern gefallen lässt!??
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  • Kommentar von Sebastian Ramseier, Bern
    Ein toller Erfolg! Inkriminierung von Hanfsamen und potentiellen Kleingärtnern! Woher weiss die Polizei, wie keimfähig diese Samen sind und was letztlich daraus wird? Aber die müssen sich ja mit was beschäftigen, dort zuschlagen, wo sie können bzw. dürfen. Dass mit solchen Massnahmen das Wasser auf die Mühle hochkrimineller Banden aus dem Balkan geleitet wird, die gleich tonnenweise Cannabis in die CH "importieren" ohne dass dem Zoll was auffällt, ist wohl nur ein (gwollter?) Nebeneffekt.
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  • Kommentar von G.Beretta, Bern
    Wäre Cannabis LEGAL,würde es keinen Business geben und der THC Gehalt wäre nicht so hoch.jeder kann sich 24h am Tag Alkohol besorgen aber eine PFLANZE ist verboten?wäre es nicht die Realität könnte man darüber lachen.ich schlage vor wir verbieten auch zB Tomaten,einfach so,wächst ja auch vom Boden.die Konservativen (meistens gläubiger) finden also dass IHR GOTT einen Fehler gemacht hat?Hanf zu verbieten,nur weil manche es rauchen ist wahnsinnig!weiter mit Abholzung und Kunstfasern. LEGALIZE IT !
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