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Seit Januar vakant Biden nominiert Scott Miller als US-Botschafter für die Schweiz

  • US-Präsident Joe Biden hat Scott Miller als neuen US-Botschafter in Bern nominiert.
  • Der 41-jährige Betriebswirtschafter ist ein früherer Unternehmensberater, Eventplaner und UBS-Vermögensverwalter aus Denver im US-Staat Colorado.
  • Zusammen mit seinem Ehepartner Tim Gill zählt er laut US-Medien zu den grössten Geldgebern der demokratischen Partei.
Legende: Er soll die USA künftig in der Schweiz vertreten: Scott Miller. gillfoundation.org

Miller und sein 26 Jahre älterer Mann sind bekannte Philanthropen. Sie setzen sich mit ihrer Stiftung und Millionensummen für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Transgender-Personen und queeren Menschen ein.

Zusammen sind die einstigen Besitzer zweier Berner Sennenhunde laut eigenen Angaben gar die grössten Spender zugunsten der LGBTQ-Gleichberechtigung in der US-Geschichte. Das öffentlichkeitsscheue Paar investierte dafür mehrere hundert Millionen Dollar.

Unterstützer von Obama, Clinton und Biden

Millers Mann ist der Gründer der Layoutsoftware-Firma Quark und zählte laut Forbes lange Zeit zu den 400 reichsten Amerikanern. Das Paar heiratete 2009 in Boston im US-Staat Massachusetts, damals einer von vier Staaten, die gleichgeschlechtliche Ehen anerkannten.

Die beiden Männer unterstützten die Karrieren respektive die Arbeit von demokratischen Toppolitikern wie Barack Obama, Hillary Clinton und Joe Biden. Die Biden-Regierung gilt als besonders LGBTQ-freundlich. Biden ernannte eine Rekordzahl an LGBTQ-Beamten für seine Administration, darunter Verkehrsminister Pete Buttigieg.

Legende: Seit Januar ist der Posten in der US-Botschaft in Bern nicht besetzt. Keystone

Miller arbeitet als Co-Präsident für die 1994 gegründete Stiftung Gill Foundation seines Mannes. Er verantwortete unter anderem Aufklärungskampagnen zum Verbot von Konversionstherapien und zur Beendigung von Diskriminierung von queeren Menschen.

Bestätigung durch Senat fehlt noch

Während der Corona-Pandemie kümmerte sich die Stiftung auch um die Verteilung von rund 5.6 Millionen Mahlzeiten für zehntausende Bürger in Not in Colorado. Sie förderte zudem die Ausbildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik an öffentlichen Schulen.

Wann Miller seinen Posten in Bern antritt, ist noch nicht bekannt. Erst einmal muss er vor dem US-Senat zur Anhörung antreten, bevor er dem Bundesrat sein Beglaubigungsschreiben präsentiert. Der Botschaftsposten der USA für die Schweiz und Liechtenstein ist seit Januar vakant.

Nachfolge von McMullen

Der letzte US-Botschafter in Bern, Edward McMullen, war drei Jahre lang in der Schweizer Hauptstadt tätig. Der Politikberater und Vertraute von Donald Trump verliess Bern Anfang Jahr und kehrte nach South Carolina zurück. Der aus New York stammende McMullen war 2017 vom damaligen Präsidenten Trump mit dem Posten in Bern belohnt worden, nachdem er die Wahlkampfkampagne des Republikaners im Bundesstaat South Carolina geleitet hatte und Teil des Teams zur Vorbereitung der Amtsübernahme durch Trump war.

Video
Aus dem Archiv: US-Botschafter McMullen tritt sein Amt in Bern an
Aus Tagesschau vom 21.11.2017.
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SRF 4 News, 07.08.2021, 02:00 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Solange sich die beiden Ehepartner nicht auch für Behinderte Mitmenschen stark machen, sind sie meine Meinung nach keine vollständigen Philanthropen.
  • Kommentar von Patrick Janssens  (patrickjanssens)
    @Michel Koller
    Entscheidend ist hier woraus die erwarteten Gegenleistungen bestehen.
    Handelt es sich um das Erlangen persönlicher Vorteile? Erzeugen diese Nachteile für andere Bürger?
    Viele Länder begrenzen Wahlspenden um Auswüchse zu verhindern.
    Problematisch ist hier dass der Wahlausgang entscheidend beeinflusst wird durch Geld, Geld das hauptsächlich von wenigen Einzelpersonen kommt.
  • Kommentar von Christoph Stadler  (stachri)
    Diese Nominierung zeigt einmal mehr, dass US-amerikanische "Diplomaten" über keine Diplomatenausbildung verfügen müssen..