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Ständerat sagt Ja Schweiz tritt dem Pariser Klimaabkommen bei

Nach einer kurzen Diskussion hat der Ständerat dem Abkommen zum Schutze des Klimas zugestimmt. Nun kann der Bundesrat das Abkommen ratifizieren.

Legende: Audio Ständerat segnet Pariser Klimaabkommen ab abspielen. Laufzeit 03:39 Minuten.
03:39 min, aus Rendez-vous vom 07.06.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundesrat und Nationalrat unterstützen das Ziel, die Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 um 50 Prozent zu senken.
  • Letze Woche hat US-Präsident Donald Trump bekanntgegeben, dass die USA aus dem Abkommen aussteigen.
  • Der Ständerat stimmt dem Abkommen mit 39 gegen 3 Stimmen zu.

«Die Schweiz hat tatsächlich schon viel gemacht», sagte Bundespräsidenten Doris Leuthard in der Verhandlung im Ständerat an die Adresse der Minderheit der zuständigen Kommission. Doch das sei kein Grund, nun dem Abkommen nicht zuzustimmen. «Das Klimaabkommen ist gut für die Schweiz, auch für die Schweizer Wirtschaft.»

Die Mehrheit der Redner kritisierte die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, aus dem Abkommen auszusteigen, heftig. Das Klima sei eine globale Angelegenheit, und der Klimaschutz deshalb eine globale Aufgabe, so der Tenor der Mehrheit im Rat.

Keine Trumpschen Argumente in der Debatte

Grundsätzlich gegen das Abkommen äusserte sich im Ständerat niemand, auch nicht die Minderheit der Kommission. Doch diese setzte sich dafür ein, die Klimaziele nicht zu hoch anzusetzen, wie die SVP-Ständeräte Hösli und Eberle klarmachten.

Man schwäche seine eigene Wirtschaft, wenn man zu strenge Ziele setze, meinten sie, und schlugen der kleinen Kammer eine langsamere Gangart in der Klimapolitik vor. Doch ihr Antrag der Minderheit unterlag in beiden Abstimmungen über die Vorlage deutlich.

Das Ziel ist bekannt, nun fehlt der Weg

Nun kann der Bundesrat das Abkommen unterschreiben. Der Weg, wie die Schweiz die Klimaziele erreichen will, ist allerdings noch nicht beschlossene Sache. Der Bundesrat möchte eine höhere Abgabe auf Brennstoffen, nicht aber auf Benzin und Diesel.

Zum Klimaabkommen von Paris

Ständerat
Die Staatengemeinschaft hat in einem Abkommen 2015 in Paris beschlossen, den durchschnittlichen weltweiten Temperaturanstieg gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Die Staaten werden damit verpflichtet, die Emissionsreduktionsziele festzulegen. Der Bundesrat und der Nationalrat unterstützen dieses Ziel. Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 50 Prozent gesenkt werden.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Moralisch auf den ersten Blick löblich, was der Ständerat da tut. Beim genauen Hinsehen, scheint kein Parlamentarier hat das ganze auf Kosten Nutzen analysiert, wie bei den meisten Gesetzten. Law and economics ist eine Wüste oder eine Bildungslücke im Parlament.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Zeit, das Referendum dagegen zu ergreifen.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    BR & Parlament unterzeichnet ? Ohne demokratische Legitimation durch das Schweizer Volk ? Das Abkommen ist Schrott, bringt nichts und wird auf dem Müll landen wie alles, was in Realität nicht eingehalten werden kann. Das Bestreben dieser Regierung, die sich die unsere nennt, jedoch nicht mehr die unsere ist, ist einfach nur noch lächerlich ! Die Korrektur dieser Vetternwirtschaft durch eine Volksabstimmung ist dringend angesagt, bevor noch mehr Schaden entsteht ! Schluss mit dem CO2 Betrug !
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